UN: UNIFIL berichtet über Lage im Süden Libanons
Reduzierte Kämpfe, anhaltende Verstöße
Die Friedensmission der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) bestätigte, dass das Waffenstillstandsabkommen zwischen Beirut und Tel Aviv die Intensität der Gefechte zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär deutlich gesenkt habe, jedoch weiterhin tägliche Verstöße gegen die Resolution 1701 gemeldet werden. Sprecher Kandice Ardiel erklärte, dass die Gewalt zwar zurückgegangen sei, die Grenzlinie – die sogenannte Blue Line – jedoch weiterhin umstritten sei.
Zerstörte Infrastruktur
Nach Angaben von UNIFIL kehren zahlreiche libanesische Familien in den Süden zurück, finden jedoch ihre Dörfer – etwa Majdal Zoun, Kafra und Tyre – stark beschädigt vor. Häuser, Schulen und ein Gesundheitszentrum seien demnach in Trümmern, während die Wasserversorgung, Stromnetze und medizinische Versorgung stark eingeschränkt blieben. Die Rückkehrer sehen sich mit einem „sehr anderen Szenario“ konfrontiert als beim Verlassen ihrer Heimat.
UNIFIL‑Unterstützung vor Ort
Die Mission unterstütze die Rückkehrer durch Blutspenden für das Marjayoun‑Krankenhaus, die Bereitstellung von Spielzeug für das Istanbouli‑Theater in Tyre und die Koordination von Hilfsorganisationen. Zudem werde die Freilegung von Straßen, das Entfernen von Blindgängern und die Unterstützung beim Wiederaufbau von Infrastruktur aktiv vorangetrieben, betonte Ardiel.
Einschränkungen für Friedenstruppen
Obwohl die Patrouillen und Überwachungsaktivitäten weiterlaufen, berichtet Ardiel von Hindernissen wie Trümmern, Blindgängern und gelegentlichen Blockaden durch israelische Militärfahrzeuge, Checkpoints oder Panzer. Diese Vorfälle seien in der Regel kurzlebig und verhinderten nicht die Erfüllung des Mandats der Friedenstruppen.
Ausblick
UNIFIL betont, dass die Freiheit der Bewegung für die Friedenstruppen weiterhin gesichert sei und die Mission bestrebt sei, die jüngsten Stabilitätsgewinne zu festigen. Die langfristige Rückkehr der Bevölkerung hinge jedoch von der vollständigen Beseitigung von Sicherheitsrisiken und dem Wiederaufbau kritischer Infrastruktur ab.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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