International: UNODC-Bericht zu Captagon in Syrien
Zerstörung von Produktionsanlagen
UNODC hat in einem neuen Forschungsbericht festgestellt, dass die großflächige Herstellung des synthetischen Stimulans Captagon in Syrien nach dem Regierungswechsel stark zurückgegangen ist. Der Bericht nennt, dass seit Dezember letzten Jahres 15 industrielle Laboratorien und 13 kleinere Lagereinrichtungen von den syrischen Behörden zerschlagen wurden.
Fortbestehende Produktion
Vor dem Dezember 2024 könnte die tägliche Produktion mehrere Millionen Tabletten betragen haben; vorhandene Bestände könnten den Markt für mehrere Jahre versorgen, solange sie nicht beschlagnahmt werden. UNODC gibt an, dass die verstärkte Beschlagnahmung im letzten Jahr zu einem Rückgang der Menge geführt habe, wodurch die Preise in einigen Golfstaaten und Nachbarländern gestiegen seien.
Neue Schmuggelmethoden
Die Schmuggler haben jedoch neue Transportmethoden wie Ballons und Drohnen eingesetzt, um Drogen über Landgrenzen zu bewegen.
Regionale Kooperation
Der Bericht hebt die verstärkte regionale Zusammenarbeit hervor, bei der Länder nach Angaben von Bo Mathiasen, UNODC-Direktor für Operationen, gemeinsam nachrichtendienstliche Informationen teilen und koordinierte Aktionen durchführen.
Beschlagnahmungszahlen
Seit Dezember 2024 wurden nach Angaben von UNODC mindestens 177 Millionen Tabletten, das entspricht 30 Tonnen, in der arabischen Region beschlagnahmt.
Zukünftige Entwicklungen
Mathiasen betont, dass politische Entschlossenheit und internationale Kooperation selbst komplexe illegale Wirtschaften beeinträchtigen können. Der Bericht warnt, dass die Störung des Captagon-Marktes den Handel mit Methamphetamin und anderen synthetischen Drogen fördern könnte, und empfiehlt einen umfassenden Ansatz, der Prävention und Behandlung einschließt. Ein weiterführender UNODC-Bericht soll im Juni 2026 veröffentlicht werden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
