EU: Unterschiedliche Trainingsaufgaben im Basketball zeigen variierende Belastungen
Eine zwölfwöchige Untersuchung mit vierzehn Basketballspielern hat ergeben, dass die Art der Trainingsaufgabe und die Größe des Spielfelds die physische und physiologische Belastung signifikant beeinflussen. Die Messungen erfolgten mit einem lokalen Positionssystem und Herzfrequenzmonitoren, wobei Distanz, Beschleunigungen, Hochgeschwindigkeitsläufe, Sprünge, Spieler‑Load und Herzfrequenzzonen erfasst wurden.
Methodik
Die Probanden wurden über 22 Wochen kontinuierlich überwacht. Die erfassten Variablen umfassten Distanz (Meter), Beschleunigungen (>2 m·s⁻²), Verzögerungen (18 km·h⁻¹), Sprünge, Spieler‑Load (arb. Einheiten) und Zeit in Herzfrequenzzonen über 80 % der maximalen Herzfrequenz. Die Trainingsaufgaben wurden in drei Orientierungen eingeteilt: richtungsorientiert (DIR, drills ohne Gegenwehr), spezialorientiert (SPE, kleinseitige Spiele) und wettbewerbsorientiert (COM, 4‑gegen‑4 und 5‑gegen‑5). Zusätzlich wurden drei Spielfeldgrößen berücksichtigt.
Ergebnisse nach Aufgabenorientierung
Die spezialorientierten Aufgaben erzielten höhere Werte als die wettbewerbsorientierten Aufgaben (p < 0.001) in allen Messgrößen außer der Herzfrequenzzone. Im Vergleich zu den richtungsorientierten Aufgaben übertrafen die spezialorientierten Aufgaben die Herzfrequenzzone und den Hochgeschwindigkeitslauf (beide p < 0.001) sowie den Spieler‑Load (p = 0.008). Die richtungsorientierten Aufgaben lagen hingegen über den wettbewerbsorientierten Aufgaben bei Distanz, Beschleunigungen, Verzögerungen und Sprüngen (alle p < 0.001), während die wettbewerbsorientierten Aufgaben die Herzfrequenzzone stärker beanspruchten (p < 0.001).
Einfluss des Spielfeldraums
Unabhängig von der Aufgabenorientierung zeigten größere Spielflächen tendenziell höhere Belastungswerte in nahezu allen Messgrößen. Dies deutet darauf hin, dass die räumliche Ausdehnung des Trainingsumfelds ein zusätzlicher Faktor für die Intensität ist.
Implikationen für das Training
Die Ergebnisse legen nahe, dass Trainer die Aufgabenorientierung und die Spielfeldgröße gezielt einsetzen sollten, um gewünschte physische und physiologische Stimuli zu erzeugen. Spezialisierte, kleinseitige Spiele können besonders effektiv sein, um hohe Intensitäten zu erzeugen, während richtungsorientierte Drills gezielt Distanz und Sprungleistung steigern.
Kommentar der Forschenden
Autor Pons‑Gomila betont, dass „die gezielte Kombination von Aufgabenorientierung und Spielfeldgröße es ermöglicht, das Trainingsdesign exakt an die gewünschten Belastungsprofile anzupassen“.
Schlussfolgerung
Die Studie bestätigt, dass sowohl die Art der Trainingsaufgabe als auch die Größe des Spielfelds entscheidende Einflussfaktoren auf die Belastungsintensität im Basketball sind. Eine bewusste Planung dieser Parameter kann die Effektivität des Trainings erhöhen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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