Die US-Raumfahrtbehörde hat in einem Video‑Update die Fortschritte von vier Unternehmen bei der Entwicklung von Mondlandern vorgestellt, die bis 2028 für die Versorgung des geplanten Mondbasiskomplexes am Südpol bereitgestellt werden sollen. Die Missionen sind Teil von Phase I des Mondbasis‑Architekturplans, der bis 2029 mehr als zwanzig robotische Landungen vorsieht, um Systemfähigkeiten schrittweise zu erweitern.
Blue Origin
Blue Origin arbeitet mit dem Blue Moon MK1‑Lander an einer integrierten Testreihe, die unter anderem ein thermisches Vakuum‑Assessment im Johnson Space Center umfasst. Der Lander hat bereits Kommunikations‑Checkouts mit dem Tracking‑ und Data‑Relay‑Satelliten‑System sowie dem Deep‑Space‑Network abgeschlossen. Der nächste Schritt sieht die Befüllung mit kryogenen Treibstoffen vor, um die Präzisionslandung und autonome Systemtests für künftige Mondbasis‑Missionen zu demonstrieren.
Firefly Aerospace
Firefly Aerospace bereitet die Mission Blue Ghost 2 vor, bei der ein zweistöckiges System aus dem Orbital‑Raumschiff Elytra und dem Mondlander auf der erdabgewandten Seite des Mondes landen soll. Die Mission trägt drei NASA‑Payloads und soll geologische Untersuchungen des lunaren Farbsides sowie Experimente zur kosmischen Dunkelzeit ermöglichen. Durch die Wiederverwendung von Subsystemen aus der ersten Mission reduziert das Unternehmen Entwicklungszeit und Risiko.
Intuitive Machines
Intuitive Machines arbeitet am IM‑3‑Projekt, das den dritten Nova‑C‑Lander mit dem Daten‑Relay‑Satelliten Altus‑1 kombiniert. Der Lander befindet sich in der Endphase der Integration, einschließlich Langzeit‑Thermal‑Vakuum‑Tests am Marshall Space Center. Geplant ist die Auslieferung von fünf NASA‑Payloads sowie zahlreicher kommerzieller und ziviler Nutzlasten in das geomagnetische Anomalgebiet Reiner Gamma, um dortige Swirl‑Strukturen zu erforschen.
Voyager Technologies
Voyager Technologies testet den Griffin‑1‑Lander im Environmental Test Laboratory des Jet Propulsion Laboratory. Der Lander, der für den Start Ende 2026 vorgesehen ist, soll die größte kommerzielle Nutzlast zum Mond transportieren, darunter fünf NASA‑Payloads auf dem Astrolab‑FLIP‑Rover. Abschließende Masse‑ und Umwelttests sollen die Flug‑ und Landungsdynamik verifizieren, bevor das Fahrzeug zur Endmontage nach Pittsburgh zurückkehrt.
Northrop Grumman
Northrop Grumman entwickelt drei Technologie‑Demonstrations‑Payloads, die auf dem Mondoberflächen‑Power‑ und Avionik‑System des Gateway‑Moduls basieren. Die Demonstratoren prüfen Überlebens‑nach‑Nacht‑Systeme und geteilte Strominfrastruktur, um kritische Geräte und zukünftige Mondbasis‑Assets zu versorgen.
Ausblick und CLPS‑Initiative
Die wiederholten Lieferungen im Rahmen von NASA‑s Commercial Lunar Payload Services (CLPS) bilden das Rückgrat einer zuverlässigen Mondversorgungs‑Kette. Durch die Kombination von Robotermissionen, wissenschaftlichen Instrumenten und Infrastruktur‑Tests soll ein nachhaltiger menschlicher Aufenthalt am Südpol des Mondes ermöglicht werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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