Ein Gesetzentwurfspaket des US‑Senats soll dem Schutz von Minderjährigen im Internet dienen, birgt jedoch nach Ansicht von Experten erhebliche Risiken für die Privatsphäre aller Nutzer.
Gesetzespaket im Überblick
Die Senate Commerce Committee hat für die kommende Woche vier Vorhaben auf die Agenda gesetzt: das Kids Online Safety Act (KOSA), das SCREEN Act, den Youth AI Privacy Act und das CHATBOT Act. Alle vier Vorhaben werden separat behandelt, doch gemeinsam verfolgen sie das Ziel, den Zugang junger Menschen zu Online‑Inhalten zu regulieren.
Kritik der Electronic Frontier Foundation
Die Electronic Frontier Foundation (EFF) kritisiert, dass die Gesetze mehr Daten erfassen und die Überwachung ausbauen würden, anstatt die Sicherheit von Kindern zu erhöhen. Nach Angaben der EFF könnten die Regelungen zu umfassenden Datenschutz‑ und Sicherheitsproblemen führen und Plattformen zu verfassungsrechtlich fragwürdigen Inhaltsbeschränkungen zwingen.
Alternative Vorschläge
Statt einzelner Alters‑ und Inhaltsfilter fordert die EFF ein einheitliches Datenschutzgesetz, das alle Internetnutzer schützt, sowie ein Verbot von verhaltensorientierter Werbung, das nach ihrer Einschätzung wirksamer sei.
Auswirkungen auf Plattformen
Die geplanten Bestimmungen würden Betreiber von Online‑Diensten verpflichten, Altersverifikationen einzuführen und Inhalte zu blockieren, was laut Kritik zu einer Einschränkung der Meinungsfreiheit führen könnte.
Nächste Schritte
Die EFF hat dem Ausschuss ein Schreiben mit ihren Bedenken übermittelt und signalisiert Bereitschaft zur Zusammenarbeit, um alternative, weniger einschränkende Lösungen zu erarbeiten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Electronic Frontier Foundation, lizenziert unter Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY 4.0). Offene journalistische Inhalte.
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