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US Supreme Court beendet TPS für Haitianer – rund 350.000 Betroffene
AI GENERATED 04.07.2026 13:55 Politik und Gesellschaft

US Supreme Court beendet TPS für Haitianer – rund 350.000 Betroffene

Entscheidung des Obersten GerichtsAm 25. Juni 2026 stimmte der Supreme Court mit 6 zu 3 Stimmen dafĂĽr, das Temporary Protected Status (TPS)‑Programm fĂĽr haitianische Staatsangehörige zu beenden. Die Entscheidung betrifft…

Entscheidung des Obersten Gerichts

Am 25. Juni 2026 stimmte der Supreme Court mit 6 zu 3 Stimmen dafür, das Temporary Protected Status (TPS)‑Programm für haitianische Staatsangehörige zu beenden. Die Entscheidung betrifft etwa 350 000 Personen, die bislang unter dem Schutzstatus lebten, und erstreckt sich zugleich auf syrische Staatsangehörige, die derzeit in den Vereinigten Staaten unter TPS stehen.

Vorgeschichte und gerichtliche Zwischenentscheidungen

Im Juni 2024 verlängerte die Biden‑Administration das TPS für Haitianer um 18 Monate bis zum 3. August 2025. Ursprünglich war das Programm zum 3. Februar 2026 auslaufen vorgesehen. Zwei Tage vor diesem Termin erließ die Richterin Ana Reyes (U.S. District Court, District of Columbia) eine einstweilige Verfügung, die die Abschaffung vorerst blockierte und die Frist auf den 1. Juli 2026 verschob.

Persönliche Betroffenheit – Stimmen aus der Gemeinschaft

Laut der kalifornischen Migrantenorganisation Haitian Bridge Alliance erklärte Josiane, die 2021 in die USA eingereist sei, dass das Ende des TPS für sie „gleichbedeutend mit dem Ende meines Lebens“ sei. Sie berichtete, dass das Programm ihr seit 2022 erlaubte, legal zu arbeiten, ihre Familie zu unterstützen und Steuern zu zahlen. „Jedes Mal, wenn ich von Abschiebung höre, bekomme ich Herzrasen und fühle mich hoffnungslos“, sagte sie.

Langjährige TPS‑Inhaber fühlen sich erschüttert

Pierre, ein Pseudonym für einen seit über 20 Jahren in den USA lebenden TPS‑Empfänger, schilderte per WhatsApp seine Verzweiflung: „Ich habe keine Energie mehr, um etwas zu tun. Ich habe Kinder, die hier geboren wurden, und frage mich, wie sie ohne mich leben sollen. Meine Arbeitserlaubnis wird gekürzt, und ich kann meine Rechnungen nicht mehr bezahlen.“

Reaktion der Haitian Bridge Alliance

Guerline Jozef, Geschäftsführerin der Haitian Bridge Alliance, kommentierte das Urteil: „Das 6‑zu‑3‑Urteil in Mullin v. Doe ist eine verheerende Bestätigung staatlich sanktionierter Grausamkeit. In einer Zeit, in der Haiti von bewaffneter Gewalt, politischer Instabilität und einer humanitären Krise geprägt ist, gibt das Oberste Gericht der Verwaltung ein grünes Licht, hunderte von tausend haitianische Familien als entbehrlich zu behandeln.“

Stellungnahme der lokalen Politik

Dr. Alix Desulme, Bürgermeister von North Miami, äußerte tiefe Besorgnis über die Unsicherheit, in die die Entscheidung die haitianische Gemeinschaft bringt. Er kündigte an, die betroffenen Familien weiterhin zu unterstützen und riet dazu, Rechtsbeistand und etablierte Einwanderungsorganisationen zu konsultieren, um mögliche rechtliche Optionen zu prüfen.

Frühere Einwanderungspolitik der Trump‑Administration

Während der Trump‑Regierung wurde die Bekämpfung illegaler Einwanderung zu einer Priorität erklärt. Dabei wurden mehrere Programme des Vorgängers rückgängig gemacht, darunter die mobile App CBP One des U.S. Customs and Border Protection und das Humanitarian Parole Program, das im Januar 2023 haitianischen, kubanischen, venezolanischen und nicaraguanischen Staatsangehörigen eine zweijährige legale Einreise ermöglichte.

Wirtschaftlicher Beitrag von TPS‑Inhabern

Jose Antonio Vargas, Journalist und Aktivist, wies darauf hin, dass laut dem American Immigration Council rund 830 000 TPS‑Inhaber im US‑Arbeitsmarkt tätig seien. 94,6 % von ihnen seien beschäftigt, und ihr Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt beläuft sich auf etwa 29 Milliarden

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