USA erfassen venezolanischen Präsidenten Maduro nach Luftangriffen in Caracas
Die Vereinigten Staaten haben am Samstag in den frühen Morgenstunden den Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, festgenommen. Laut einem Beitrag des US-Präsidenten Donald Trump auf sozialen Medien erfolgte die Festnahme gegen 3 Uhr UTC‑4 in Caracas, nachdem das Ziel in einem als „Festung“ beschriebenen Haus gelegen habe.
Operation und Festnahme
Nach Angaben der US‑Behörden führte das Delta‑Force‑Team die Aktion um 2:01 Uhr lokaler Zeit aus. Das Team habe das Ziel erreicht, bevor es in einen sicheren Raum flüchten konnte. Anschließend seien die festgenommenen Personen, darunter auch Maduros Ehefrau Cilia Flores, auf das Kriegsschiff USS Iwo Jima (LHD‑7) verlegt worden, das die Küste Venezuelas um 3:29 Uhr überquert habe.
Rechtliche Schritte
Das US‑Justizministerium hat unmittelbar nach der Festnahme eine Anklage gegen Maduro und weitere Personen veröffentlicht. In der Anklage werden „Verschwörung zur Begehung von Narco‑Terrorismus“ und „Verschwörung zum Import von Kokain“ genannt. Der US‑Justizminister Pam Bondi erklärte, dass die Angeklagten vor den amerikanischen Gerichten zur Verantwortung gezogen werden würden.
Internationale Reaktionen
Die venezolanische Regierung hat ein dringendes Treffen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gefordert. Außenminister Yván Gil Pinto und Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bezeichneten die Aktion als Verletzung der territorialen Integrität des Landes. Neben Venezuela haben Kuba, Kolumbien, Iran und Russland die Operation als „schwere militärische Aggression“ verurteilt. Der argentinische Präsident Javier Milei äußerte hingegen seine Unterstützung für das Vorgehen der USA.
Militärische Angriffe
Laut Berichten der BBC wurden in Caracas mehrere Luftangriffe durchgeführt, darunter auf den Luftstützpunkt La Carlota und die Militärbasis Fort Tiuna. Die BBC nannte zudem über 150 eingesetzte Militärflugzeuge, darunter ein Hubschrauber, der zur Festnahme dienen soll. Die genauen Zahlen zu zivilen Opfern sind noch nicht bekannt, jedoch berichteten lokale Behörden von mehr als 110 Todesopfern infolge von Angriffen auf ein Dockgebiet in Maracaibo.
Rechtliche Bewertung
Die US‑Administration bezeichnete die Operation als Teil eines „nicht‑internationalen bewaffneten Konflikts“ gegen mutmaßliche Drogenhändler. Rechtsexperten, die von der BBC zitiert wurden, äußerten Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Angriffe, da sie nicht gegen „legitime militärische Ziele“ gerichtet seien. CNN berichtete, dass Präsident Trump die Nicht‑Einbindung des Kongresses mit der Vermeidung von Lecks begründete, was bei demokratischen Abgeordneten Kritik hervorrief.
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