Am 13. August 2026 hat der Präsident der Vereinigten Staaten ein Memorandum erlassen, das die Wiederherstellung der Einsatzfähigkeit der Marine und die Stärkung der nationalen Schiffbauindustrie zum Ziel hat. Das Dokument fordert innerhalb von 60 bis 120 Tagen konkrete Pläne von den zuständigen Behörden, um die beschriebenen Maßnahmen umzusetzen.
Hintergrund der Initiative
Der Präsident führte an, dass die Marine in den letzten Jahren mit teuren Verzögerungen und Auftragsstornierungen konfrontiert war, weil komplexe Konstruktionsänderungen und ein Mangel an Wettbewerb die Kosten in die Höhe trieben. Gleichzeitig sei die zivile Schiffbauindustrie im internationalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig, was zu langen Auftragsrückständen in sechs Großprogrammen geführt habe.
Umstellung der Trägermodule
Innerhalb von 60 Tagen soll das Kriegsministerium gemeinsam mit dem Marineministerium einen Plan vorlegen, wie das elektromagnetische Flugzeugstartsystem und die modernen Waffenaufzüge des neuen Trägers CVN‑81 durch bewährte Dampf‑ und Hydrauliksysteme ersetzt werden können. Der Plan muss Zeitrahmen und Ressourcenbedarf enthalten.
„Finland‑Modell“ für ausländische Lieferanten
Ein zentrales Element des Memorandums ist die Einführung eines Modells, das auf einer Vereinbarung mit Finnland vom 9. Oktober 2025 basiert. Ausländische Lieferanten dürfen nur dann Aufträge erhalten, wenn sie innerhalb der USA ein neues Werftgelände errichten oder eine Mehrheitsbeteiligung an einer bestehenden Werft übernehmen, ein amerikanisches Fachpersonal einstellen, die eigenen Fertigungstechnologien lizenzieren und eine heimische Lieferkette etablieren.
Wettbewerbsorientierte Beschaffung
Bis zum 90. Tag nach Inkrafttreten soll das Kriegsministerium in Zusammenarbeit mit dem Marine- und Handelsministerium einen Plan für eine neue, wettbewerbsbasierte Beschaffungsstrategie für Oberflächenkampfschiffe vorlegen. Der Plan soll zudem die Finanzierung von CON‑Tankern und Roll‑On‑Roll‑Off‑Schiffen nach dem Finland‑Modell regeln.
Ausbau von Werften und Reparaturzentren
Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines fünften öffentlichen Marinewerftkomplexes, der in den nächsten zwei Jahrzehnten die Wartung von Schnellboot-U-Booten sicherstellen soll. Parallel dazu soll ein zentrales Komponenten‑Reparaturzentrum eingerichtet werden, das Ersatzteile für die wichtigsten U‑Boot‑Klassen lagert und schnell bereitstellt.
Reform der NAVSEA
Schließlich fordert das Memorandum innerhalb von 120 Tagen eine Überprüfung des Naval Sea Systems Command (NAVSEA) mit Vorschlägen zu Personal‑, Organisations‑ und Strukturreformen, um ergebnisorientierte Verantwortlichkeit zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von White House, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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