Frankreich: Veränderung des Phänotyps von MOVAS-Zellen bei zunehmender Anzahl von Passagen in vitro
Ein Forschungsteam um Lucile Cadoret, Anaïs Okwieka, Alexandre Berquand, Christine Pietrement, Philippe Gillery und Stephane Jaisson hat die Veränderung des Phänotyps von MOVAS-Zellen (MOuse Vascular Aortic Smooth muscle) bei zunehmender Anzahl von Passagen in vitro untersucht.
Hintergrund
MOVAS-Zellen sind eine Zelllinie, die ursprünglich aus der Aorta von Mäusen isoliert und SV40-immortalisiert wurde. Sie gelten als gutes Modell für die Untersuchung der vaskulären Pathophysiologie.
Methoden
Die Forscher haben die Morphologie, die Genexpression und die Funktion von MOVAS-Zellen bei verschiedenen Passagen (P3, P5 und P8) analysiert. Sie haben die Expression von Genen, die für den kontraktilen Phänotyp (Acta2, Myocd und Cnn1) und den synthetischen Phänotyp (Klf4 und Lgals3) typisch sind, mittels RT-qPCR bestimmt.
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass MOVAS-Zellen bei zunehmender Anzahl von Passagen morphologisch verändern und dass die Genexpression von kontraktilen Markern signifikant reduziert wird, während die Expression von synthetischen Markern zunimmt. Diese Veränderungen sind mit einer Abnahme der Zellsteifigkeit und einer Zunahme der Adhäsions- und Migrations Eigenschaften verbunden.
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass MOVAS-Zellen bei zunehmender Anzahl von Passagen in vitro von einem kontraktilen zu einem synthetischen Phänotyp wechseln. Dies bedeutet, dass diese Zellen mit Vorsicht verwendet werden sollten, insbesondere bei einer geringen Anzahl von Passagen, und regelmäßig charakterisiert werden sollten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Public Domain).
