Hintergrund der Anfrage
Die Bundesregierung wird von der AfD‑Fraktion zu den Lieferungen von Schmierstoffen für die Landwirtschaft befragt. In einer Kleinen Anfrage (21/6767) vom 06.07.2026 wird nach der aktuellen Verfügbarkeit und Bestellfähigkeit von Motoren‑, Hydraulik‑, Getriebe‑ und Universalölen gefragt. Die Fraktion betont, dass die Thematik angesichts der anstehenden Ernte von besonderer Dringlichkeit sei.
Einfluss des Iran‑Kriegs
Nach Angaben der Brookings Institution habe der Iran‑Krieg die Schifffahrt durch die Straße von Hormus praktisch zum Erliegen gebracht. Die Fraktion führt an, dass dadurch wichtige Ausgangsstoffe zur Herstellung von Schmierstoffen gefährdet seien. Die eingeschränkte Durchfahrt wirke sich unmittelbar auf die Lieferkette aus, insbesondere für die landwirtschaftliche Nutzung.
Importdaten aus der Golfregion
Der Datendienst Kpler liefert Zahlen, wonach rund 72 Prozent der Importe von Basisölen für Schmierstoffe aus der Golf‑Region stammen. Diese Statistik verdeutlicht die Abhängigkeit von den Seewegen rund um den Persischen Golf und die potenzielle Anfälligkeit bei Störungen dieser Route.
Bedenken der Fraktion
Die AfD‑Fraktion verweist auf steigende Preise für Vorprodukte und warnt vor einer möglichen Erschöpfung der Lagerbestände im Juni 2026. Der Zeitpunkt falle mit dem Beginn der Ernte zusammen, wodurch ein Engpass die landwirtschaftliche Produktion beeinträchtigen könnte. Die Fraktion sieht darin einen „dringenden Handlungsbedarf“.
Gesetzesrelevante Fragen
Die Abgeordneten verlangen von der Bundesregierung Auskunft darüber, ob Erkenntnisse über die aktuelle Verfügbarkeit und Bestellfähigkeit der genannten Öle vorliegen. Weiterhin wird erfragt, ob Planungen existieren, die Schmierstoffe für die Land‑, Ernährungs‑ und Logistikwirtschaft in eine strategische Bevorratung oder in Notfall‑Priorisierungsregelungen aufzunehmen.
Ausblick
Die Bundesregierung hat bis zum regulären Fristende der Kleinen Anfrage eine Stellungnahme abzugeben. Die Antworten könnten Aufschluss darüber geben, ob Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung, etwa durch strategische Lagerbestände, geplant sind. Die Entwicklungen werden von der Fraktion weiter beobachtet, um mögliche Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion rechtzeitig zu adressieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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