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Verkehrsausschuss lehnt Neun‑Euro‑Ticket‑Antrag der Linken ab
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AI GENERATED 10.06.2026 • 12:05 Politik und Gesellschaft

Verkehrsausschuss lehnt Neun‑Euro‑Ticket‑Antrag der Linken ab

Stimmverlauf und Positionen

Am 10. Juni 2026 hat der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages den Antrag der Partei Die Linke (21/3658) auf Wiedereinführung eines bundesweit gültigen Neun‑Euro‑Tickets für den ÖPNV sowie eines Null‑Euro‑Tickets für Schüler, Studenten, Auszubildende und Senioren abgelehnt. Die Stimmen der CDU/CSU, SPD und AfD sprachen für die Ablehnung, während die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt.

Finanzielle Bewertung

Die Union verwies auf das Finanzierungsproblem: Das aktuelle Deutschlandticket kostet 69 Euro im Monat und wird mit rund drei Milliarden Euro vom Bund und den Ländern subventioniert. Nach Angaben der Unionsfraktion würde die Umsetzung der Forderungen der Linken zusätzliche Kosten von etwa zehn Milliarden Euro verursachen.

Staatliche Förderungen

Der Bund unterstützt den ÖPNV bereits mit rund 15 Milliarden Euro jährlich. Darüber hinaus bietet das SPD‑geführte Bundesland Bremen das Deutschlandticket für Schüler, Studenten und Auszubildende zu einem vergünstigten Preis an.

Argumente der AfD

Die AfD argumentierte, dass ein Neun‑Euro‑Ticket in ländlichen Regionen wenig Nutzen bringe, weil das Angebot im ÖPNV dort unzureichend sei. Zudem wurde auf den Anstieg des Schienenverkehrs um 44 Prozent nach Einführung des Neun‑Euro‑Tickets im Sommer 2022 hingewiesen, was zu überfüllten Zügen und Verspätungen führe, während die Bahn‑Infrastruktur derzeit nicht dafür ausgelegt sei.

Vorschlag der GrĂĽnen

Die Grünen begrüßten prinzipiell das Ziel, den ÖPNV erschwinglicher zu machen, kritisierten jedoch das Fehlen eines Finanzierungskonzepts im Antrag. Stattdessen schlugen sie die Rückkehr zum 49‑Euro‑Ticket und die Einführung eines Sozialtickets vor.

Reaktion der Linken

Die Linke betonte, dass zur Finanzierung des Neun‑Euro‑Tickets höhere Steuern für Unternehmen, die nach ihrer Ansicht den Klimawandel verursachen, erhoben werden müssten, insbesondere für Mineralölkonzerne, die laut eigenen Angaben täglich millionenschwere Gewinne erwirtschaften.

Ausblick auf die Verkehrspolitik

Der Ausschussbeschluss verdeutlicht die anhaltende Debatte über bezahlbare Mobilität und die finanzielle Tragfähigkeit von Ticketmodellen. Weitere Diskussionen über mögliche Sozialtickets und alternative Preisgestaltungen werden voraussichtlich im parlamentarischen Rahmen fortgeführt.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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