International: Vier Kinder bei separaten Angriffen in Gaza getötet, Hilfsgüter zerstört
Kinderverluste und Zerstörung von Hilfsgütern
Die Vereinten Nationen haben am Freitag berichtet, dass in Gaza vier Kinder im Alter von zwei bis 16 Jahren bei separaten Angriffen ums Leben kamen und Hilfsgüter in erheblichem Umfang zerstört wurden. Laut dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) ereigneten sich die Tötungen in unterschiedlichen Vorfällen, wobei ein Kind bereits in der Vorwoche verwundet wurde.
Beschädigte Wasserinfrastruktur
Das Kinderhilfswerk UNICEF teilte mit, dass ein von UNICEF unterstütztes Wasserbrunnen‑ und Entsalzungsprojekt, das mehr als 4.000 Menschen in Deir al‑Balah versorgt, durch einen nahegelegenen Angriff stark beschädigt wurde. Die Behörde arbeitet daran, die Wasserversorgung über alternative Transportwege sicherzustellen.
Vorfall mit UN‑Konvoi
Ein explosiver Sprengkörper detonierte etwa 30 Meter von einem UN‑Konvoi, der Kraftstoff vom Grenzübergang Kerem Shalom zurückführte, während er die sogenannte „Yellow Line“ in Rafah überquerte. OCHA berichtete, dass keine Personen verletzt wurden; lediglich ein Fahrzeug erlitt einen leichten mechanischen Schaden.
Schutz von Zivilpersonen
OCHA betonte, dass Zivilisten und zivile Objekte, einschließlich humanitärer Einrichtungen und Infrastruktur, stets geschützt werden müssen. Die Agentur verwies auf anhaltende Luftangriffe und andere Angriffe im Gazastreifen, die trotz des im Oktober 2025 vereinbarten Waffenstillstands fortbestehen.
Entschärfung von Blindgängern
Die Vereinten Nationen und ihre Partner arbeiten im Gazastreifen an der Identifizierung und Markierung von Blindgängern sowie an Aufklärungsprogrammen für die Bevölkerung. OCHA wies jedoch darauf hin, dass die Genehmigung zum Einsatz von Entschärfungsgeräten bislang nicht erteilt wurde.
Medizinische Evakuierungen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützte in der vergangenen Woche die Evakuierung von 106 Patienten, darunter 19 Kinder, sowie von 132 Begleitern über die Grenzübergänge Rafah und Kerem Shalom. WHO‑Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nannte seit Oktober 2023 über 13.000 evakuierte Patienten und mehr als 16.000 Begleiter.
Ausblick
Mehrere Tausend Menschen warten weiterhin auf medizinische Evakuierungen. WHO betonte, dass ein kontinuierlicher Zugang über mehrere Grenzübergänge erforderlich sei, um eine rechtzeitige Behandlung sicherzustellen. Die Vereinten Nationen fordern anhaltende Schutzmaßnahmen für Zivilisten und die Wiederherstellung kritischer Infrastruktur.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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