Vier Pflegekräfte, die wegen einer Ebola‑Erkrankung durch das Bundibugyo‑Virus behandelt wurden, sind am 31. Mai 2026 aus einem Krankenhaus in Bunia, der Hauptstadt der Provinz Ituri, entlassen worden. Die Entlassung markiert die fünfte bestätigte Genesung von Personen, die mit dem Virus infiziert waren.
Weitere Genesungen und aktuelle Fallzahlen
Zusätzlich zu den vier Pflegekräften hatte ein Laborarbeiter bereits am 28. Mai genesen. Insgesamt wurden bislang 210 bestätigte Fälle von Ebola im Land gemeldet, wobei 17 Todesfälle bestätigt wurden. Weiterhin stehen 349 Verdachtsfälle unter Untersuchung, und 16 Pflegekräfte waren während des Ausbruchs krankgemeldet.
Ausbau der Behandlungskapazitäten
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat ein renoviertes Ebola‑Behandlungszentrum mit einer Anfangskapazität von 24 Betten an die örtlichen Gesundheitsbehörden übergeben. Das Zentrum kann auf bis zu 60 Betten erweitert werden, und ein Anbau mit bis zu 42 zusätzlichen Betten soll in den kommenden Wochen fertiggestellt werden.
Stellungnahmen von Behörden
Dr. Dieudonne Mwamba Kazadi, Direktor‑General des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit, bezeichnete die Genesungen als „einen Grund zum Feiern“ und betonte, dass frühe medizinische Versorgung die Überlebenschancen deutlich erhöhe. Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, WHO‑Generaldirektor, wies während eines Besuchs am 30. Mai darauf hin, dass es zwar keinen lizenzierten Impfstoff oder keine Therapie für das Bundibugyo‑Virus gebe, die Krankheit jedoch mit guter medizinischer Versorgung überwindbar sei.
Die WHO arbeitet derzeit mit der Demokratischen Republik Kongo und Uganda zusammen, um die klinische Bewertung vielversprechender Impfstoffe und Therapieansätze zu beschleunigen. Bereits angekündigt wurde, dass mehrere Kandidaten für klinische Studien priorisiert werden.
Seit der offiziellen Ausbruchserklärung am 15. Mai hat die Regierung zusammen mit internationalen Partnern ein umfassendes Maßnahmenpaket umgesetzt, das Laboruntersuchungen, Überwachung, Infektionsprävention, Gemeinschaftsbeteiligung und Ressourcenmobilisierung umfasst. Die WHO betont, dass die Fortführung grundlegender Gesundheitsdienste und humanitärer Hilfe für die betroffenen Gemeinden Priorität hat und langfristig Nutzen für die Region bringen wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization (WHO), lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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