Wesentliche Ergebnisse

Im Beobachtungszeitraum von April 2020 bis Dezember 2023 zeigte sich bei Patienten mit lamellarem Makulahohl (LMH), die eine Vitrektomie erhielten, eine signifikante Verbesserung der bestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) von 0,36 ± 0,33 LogMAR präoperativ auf 0,15 ± 0,26 LogMAR sechs Monate nach dem Eingriff (p < 0,001). Gleichzeitig sank die Häufigkeit von intraretinalen Zysten deutlich: innere Zysten von 21,4 % auf 8,0 % und äußere Zysten von 54,8 % auf 12,0 % (p = 0,00937).

Studienaufbau

In die retrospektive Analyse wurden 42 Patienten (Durchschnittsalter 71,3 ± 8,2 Jahre) einbezogen, die anhand optischer Kohärenztomographie (OCT) eindeutig als LMH diagnostiziert waren und zwischen April 2020 und Dezember 2023 einer Vitrektomie unterzogen wurden. Alle verfügbaren prä‑ und postoperative Daten wurden ausgewertet.

Präoperative Befunde

Vor dem Eingriff betrug die durchschnittliche BCVA 0,36 ± 0,33 LogMAR. OCT‑Aufnahmen zeigten bei 21,4 % der Augen innere retinalen Zysten, bei 54,8 % äußere retinalen Zysten, bei einem Teil epiretinale Proliferation (EP) und bei vielen eine Störung der Ellipsoidzone (EZ).

Postoperative Sehschärfe

Sechs Monate nach der Vitrektomie erreichte die durchschnittliche BCVA 0,15 ± 0,26 LogMAR, was einer statistisch signifikanten Verbesserung entspricht. Die Analyse bestätigte, dass ein niedrigeres präoperatives Sehvermögen mit schlechteren postoperativen Ergebnissen zusammenhing.

Veränderungen der Zysten

Die Frequenz innerer retinaler Zysten reduzierte sich von 21,4 % auf 8,0 % und äußere Zysten von 54,8 % auf 12,0 % innerhalb von sechs Monaten, wobei die Reduktion der äußeren Zysten statistisch signifikant war (p = 0,00937).

Einfluss von EP und EZ-Störung

Die Präsenz von EP korrelierte signifikant mit einer schlechteren postoperativen BCVA (p < 0,05). Ebenso standen sowohl prä‑ als auch postoperative EZ‑Störungen in signifikanter Beziehung zu einer verminderten Sehschärfe nach dem Eingriff (p < 0,05).

Prognostische Faktoren

Die Studie identifizierte EP, EZ‑Störung und ein schlechtes präoperatives Sehvermögen als unabhängige Faktoren, die mit einem ungünstigeren visuellen Ergebnis nach Vitrektomie bei LMH-Patienten assoziiert sind.

Einschränkungen und Ausblick

Die Analyse basierte auf einer begrenzten Patientenzahl und einem relativ kurzen Nachbeobachtungszeitraum von sechs Monaten. Langfristige Studien mit größeren Kohorten sind erforderlich, um die Nachhaltigkeit der visuellen Verbesserungen und die Rolle zusätzlicher morphologischer Parameter zu prüfen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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