Akkreditierung erneuert
Am 5. Mai 2026 wurde in Harare die vollständige Akkreditierung des nationalen Polio‑ und Masernlabors von Simbabwe nach WHO‑Standards bestätigt. Die Überprüfung erfolgte im Rahmen einer integrierten Polio‑, Masern‑ und Röteln‑Bewertung.
Hintergrund der Labordiagnostik
Seit den frühen 1990er‑ bzw. 2000er‑Jahren betreibt das Labor fallbasierte Überwachungssysteme für Poliovirus‑ bzw. Masern‑ und Röteln‑Erreger. Die Poliovirus‑Kontrolle konzentrierte sich zunächst auf die Analyse von Stuhlproben von akuten schlaffen Lähmungsfällen, während die Masern‑ und Röteln‑Diagnostik serologische Tests einsetzte.
Internationale UnterstĂĽtzung
Die Regierung von Simbabwe hat zusammen mit der WHO und Partnern wie Rotary International, den USA Centers for Disease Control and Prevention (CDC) sowie der Bill‑&‑Melinda‑Gates‑Stiftung technische Unterstützung erhalten, um das Labor zu einem zentralen Knotenpunkt regionaler Netzwerke auszubauen.
EinfĂĽhrung der UmweltĂĽberwachung
2024 wurde im Labor die Umweltüberwachung (Environmental Surveillance, ES) etabliert, um Abwasserproben auf Poliovirus zu testen. Im Mai 2025 erhielt das Labor die Genehmigung, ES‑Proben eigenständig zu verarbeiten, wodurch die Empfindlichkeit der Virusdetektion erhöht wurde.
Ergebnisse des integrierten Reviews
Zwischen dem 26. Januar und dem 6. Februar 2026 bewertete die WHO das Labor in den Bereichen Virusisolierung, intratypische Differenzierung, Umweltüberwachung sowie serologische Bestätigung von Masern und Röteln. In allen Bereichen wurde die volle Akkreditierung erteilt.
Aussagen von Experten
Der WHO‑Vertreter in Simbabwe, Dr. Tiruneh Desta, betonte: „Der Ausbau diagnostischer Kapazitäten stärkt die Resilienz. Diese Leistung spiegelt das Engagement der WHO wider, Länder zu befähigen, schnell zu reagieren und die Übertragung von Poliovirus zu unterbinden.“
Bedeutung fĂĽr die globale Gesundheit
Der Review ist Teil des Global Polio Surveillance Action Plan 2025‑2026, der integrierte Bewertungen für Polio, Masern und Röteln vorsieht, um Ressourcen zu bündeln und die Überwachung mehrerer Krankheiten gleichzeitig zu ermöglichen. Der Direktor des Nationalen Virolabors, Rooyen Mavenyengwa, erklärte: „Simbabwe schätzt die langjährige Zusammenarbeit mit der WHO und den Partnern und ist stolz, Teil des globalen Labornetzwerks zu sein, das die regionale und weltweite Gesundheitssicherheit stärkt.“
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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