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Wasserknappheit durch wachsende Datenzentren in Indonesien
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AI GENERATED 22.04.2026 • 01:35 Umwelt, Energie und Ressourcen

Wasserknappheit durch wachsende Datenzentren in Indonesien

Sonstige: Wasserknappheit durch wachsende Datenzentren in Indonesien

In Indonesien führt die rapide Zunahme von Datenzentren zu einem erheblichen Anstieg des Wasserverbrauchs, wodurch die Versorgung der lokalen Bevölkerung in wasserknappen Regionen gefährdet wird. Im April 2026 wurden bereits 170 Datenzentren im Land verzeichnet, wobei ein mittelgroßes Zentrum etwa 300.000 Gallonen Wasser pro Tag verbraucht – das entspricht rund 110 Millionen Gallonen pro Jahr oder dem Jahresverbrauch von etwa 1.000 Haushalten.

Wirtschaftliche Triebkraft

Der Aufschwung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) soll bis 2026 ein Produktionspotenzial von 243,5 Milliarden USD generieren, was etwa 18 % des indonesischen Bruttoinlandsprodukts von 2022 entspricht. Diese Perspektive treibt den Bau von KI‑bereiten Datenzentren voran, um die digitale Transformation des Landes zu unterstützen.

Wasserverbrauch im Detail

Ein Datenzentrum in Batam, das im Nongsa Digital Park geplant ist, benötigt für den Betrieb eine Stromlast von 285 Megawatt und rund 29 Millionen Liter Wasser pro Tag. Insgesamt würden die bestehenden und geplanten Zentren etwa acht Prozent der gesamten Wasserversorgung von Batam beanspruchen. In einem anderen Projekt am Kabil Industrial Park wird ein täglicher Wasserbedarf von bis zu 3 Millionen Litern für neun Zentren angegeben, ausreichend für rund 30.000 Menschen.

Lokale Auswirkungen und Proteste

Die Wasserknappheit hat bereits zu öffentlichen Protesten geführt. Im September 2024 forderten Bürger in Batam die Behörden auf, die Reduzierung der Wasserverfügbarkeit durch die Datenzentren zu adressieren. Im Dezember 2024 versammelten sich Bewohner des Fischerdorfs Teluk Mata Ikan vor dem Nongsa Digital Park, um gegen die Unterbrechung der Wasserversorgung zu demonstrieren. Die Behörden erklärten das Ereignis als technische Störung.

Stimmen aus Wirtschaft und Umwelt

Dharma Simorangkir, Präsident und Direktor von Microsoft Indonesien, betonte, dass Datenzentren die Grundlage einer KI‑getriebenen Wirtschaft bilden. Im Gegensatz dazu warnte Umweltaktivist Gari Dafit Semet, dass die lokale Regierung die industrielle Expansion sorgfältig mit ökologischer Nachhaltigkeit ausbalancieren müsse. Forscher Hotmauli Sidabalok von Yayasan Amerta Air Indonesia verwies darauf, dass das Versäumnis, Wasserknappheit zu adressieren, zu Umweltungerechtigkeit führen könne.

Ausblick und Handlungsbedarf

Während einige Technologieunternehmen ihre Standorte in Batam mit erneuerbarer Energie und angeblich ausreichender Wasserverfügbarkeit bewerben, bleibt die Herausforderung bestehen, das Wachstum der Dateninfrastruktur mit den Grundbedürfnissen der Bevölkerung zu vereinbaren. Experten fordern klare Richtlinien, um sicherzustellen, dass zukünftige Investitionen sowohl ökonomisch als auch ökologisch nachhaltig sind.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

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