Deutschland: Wassernutzung von KI‑Rechenzentren im Fokus der Bundesregierung
Eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion fordert Auskünfte zur Wassernutzung von KI‑ und Rechenzentren.
Hintergrund der Anfrage
Die Anfrage, die unter dem Aktenzeichen 21/8112 im Herbst 2026 eingereicht wurde, verlangt Informationen über direkte und indirekte Wasserverbräuche sowie technische Kennzahlen zur Bewertung der Wassereffizienz.
Nach Angaben der Bundesregierung sollen die Daten zur Wasserbilanz in bestehenden Umweltberichten enthalten sein, wobei die Behörde betont, dass bislang keine gesonderte Erfassung für Rechenzentren existiere.
Erwartete Informationen
Weiterhin fragt die Fraktion, wie der Vorrang der öffentlichen Trinkwasserversorgung gegenüber der gewerblichen Kühlwassernutzung rechtlich bewertet wird.
Ein möglicher Gesetzesänderungsbedarf wird im Baugesetzbuch, Raumordnungsgesetz und Wasserhaushaltsgesetz geprüft, wobei die Bundesregierung eine gesonderte Prüfung des Wasserbedarfs im Genehmigungsverfahren in Erwägung zieht.
Rechtlicher Rahmen
Der Antrag beinhaltet zudem die Bitte um Bereitstellung von Datengrundlagen, die für die Planung von Ausbauzielen der Rechenzentren herangezogen werden könnten.
Kritiker warnen, dass der steigende Energie- und Wasserverbrauch von KI‑Infrastrukturen langfristige Auswirkungen auf die Ressourcensicherheit haben könnte, während die Regierung betont, dass aktuelle Analysen noch keine kritischen Engpässe zeigen.
Weiteres Verfahren
Die Diskussion findet im Kontext einer breiteren Debatte über die Modernisierung der Staatsverwaltung und den digitalen Wandel statt, die im selben Zeitraum im Parlament behandelt wird.
Die Ergebnisse der Anfrage sollen in einer zukünftigen Sitzung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur präsentiert werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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