International: WEIF 2026 – Frauen im Fokus der Wirtschaftstransformation
Manama‑Deklaration und Zielsetzung
Am 14. Februar 2026 fand in Manama, Bahrain, das World Entrepreneurs and Investment Forum (WEIF) statt. In der Abschluss‑Manama‑Deklaration wurde festgeschrieben, dass Unternehmerinnen im Zentrum der wirtschaftlichen Transformation stehen und ihre Einbindung in Geschäfts‑ und Innovationsökosysteme für inklusives und nachhaltiges Wachstum unabdingbar sei.
Ergebnisse aus B2B‑Meetings
Doris Martin, Geschäftsführerin einer Beratungsfirma, berichtete, dass sie durch die im Forum organisierten Business‑to‑Business‑Treffen Partnerschaften mit Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Marokko aufgebaut habe. Sie betonte, dass das Forum für sie „eine effektive Plattform“ gewesen sei, um regionale Kooperationen zu etablieren.
Regionale Vernetzung und Erfahrungsaustausch
Tosin Arwejulo, CEO einer Beratungsagentur, beschrieb das Forum als ein „mächtiges Netzwerk‑Instrument“, das ihm ermöglichte, Kontakte zu Akteuren von allen Kontinenten zu knüpfen. Ayanthi Gurusinghe, Präsidentin einer Frauenunternehmer‑Kammer aus Sri Lanka, hob den Austausch zu Finanzierungsfragen hervor, ein zentrales Thema für Unternehmerinnen in Süd‑ und Südasien.
Inklusive Kunst und Behinderung
Die Ausstellung „Determined Creative Entrepreneur“ stellte Projekte von Künstlern mit Behinderungen vor. Nisreen Samour vom Micro Art Center erklärte, dass neun Studierende derzeit an künstlerischen Projekten arbeiten, um sowohl den Kunst‑ als auch den Arbeitsmarkt zu erschließen und damit die Produktivität des Zentrums zu steigern.
Akademische Einbindung
Professor Dr. Nihal Al‑Najjar von der Royal University for Women betonte, dass Hochschulen Entrepreneurship nicht nur als Fach, sondern als Methode verankern sollten. Er verwies darauf, dass praxisnahe Lernformate, Mentoring und Zugang zu Finanzierung entscheidend seien, um junge Gründerinnen auf den Markteintritt vorzubereiten.
Nachhaltige Entwicklung und UNIDO‑Strategie
UNIDO‑Generaldirektor Gerd Müller bezeichnete Unternehmerinnen als treibende Kraft für nachhaltige Entwicklung und betonte, dass ihre Förderung essenziell für die Erreichung der 17 Sustainable Development Goals sei. Er verwies zudem auf laufende UNIDO‑Programme in Krisenländern wie Syrien, Sudan und Palästina, die vor allem Frauen unterstützen.
Auszeichnungen und Erfolgsbeispiele
Im Rahmen des Forums wurden neue Preisträgerinnen des International Women Entrepreneurial Challenge (IWEC) vorgestellt. Unter ihnen war Sonia Mohamed Janahi, Gründerin von Maya La Chocolaterie, die dank UNIDO‑Unterstützung ein Kakaoverarbeitungswerk in Côte d’Ivoire etablierte und damit Arbeitsplätze schuf sowie ethische Lieferketten förderte.
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