UN: Weiterer Passagier an Bord der Hondius erkrankt an Hantavirus
Bestätigung des neuen Falls
Ein weiterer Passagier der niederländisch-flaggengefĂĽhrten Kreuzfahrt „Hondius“ wurde mit dem Andes‑Hantavirus infiziert und befindet sich seit seiner RĂĽckkehr nach ZĂĽrich in stationärer Behandlung. Der Mann reiste auf dem Schiff, das von Argentinien ĂĽber den Atlantik nach Cabo Verde fuhr, als die Infektion festgestellt wurde.
Hintergrund des Schiffs
Die „Hondius“ ist ein Expeditionsschiff, das 2018 in Kroatien gebaut und 2019 in Dienst gestellt wurde. Mit einer Länge von 108 Metern bietet das Schiff Platz fĂĽr 196 Passagiere und 72 Besatzungsmitglieder. Der aktuelle Ausbruch betrifft insgesamt 147 Passagiere, von denen bislang drei verstorben sind.
WHO‑Koordination und Gesundheitsmaßnahmen
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte, dass sie im Einklang mit den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IHR) mit den betroffenen Ländern zusammenarbeite, um ein internationales Kontakt‑Tracing durchzuführen und mögliche Weiterverbreitungen zu begrenzen. In einer Mitteilung auf X betonte WHO‑Direktor‑General Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass das öffentliche Gesundheitsrisiko derzeit als gering eingestuft werde.
Statistik und bisherige Fälle
Nach Angaben der WHO wurden bislang acht Infektionen bestätigt, davon drei durch Labortests als Andes‑Hantavirus identifiziert. Drei Passagiere sind bereits verstorben, und ein weiterer Patient befindet sich in einer Intensivstation in Südafrika, wobei sich sein Zustand laut WHO‑Bericht verbessert.
Internationale wissenschaftliche UnterstĂĽtzung
Die Untersuchung des Virus wird von mehreren Forschungseinrichtungen unterstützt, darunter das National Institute for Communicable Diseases in Südafrika, die Universitätskliniken Genf (HUG), das Pasteur‑Institut in Dakar sowie Argentiniens Nationale Verwaltung für Gesundheitslabore und Institute.
MaĂźnahmen an Bord
Die WHO erklärte, dass die höchste Priorität darin bestünde, die beiden noch erkrankten Passagiere zu evakuieren, um ihnen die notwendige medizinische Versorgung zu gewährleisten. Sobald das Schiff die Kanarischen Inseln erreicht, werde die spanische Behörde eine umfassende epidemiologische Untersuchung und Desinfektion durchführen, bevor das Risiko für verbleibende Passagiere bewertet werde.
Kommunikation und UnterstĂĽtzung fĂĽr Betroffene
Dr. Maria Van Kerkhove, WHO‑Direktorin (a.i.) für Epidemie‑ und Pandemie‑Vorbereitung, betonte gegenüber Journalisten in Genf, dass die WHO eng mit den Betreiber*innen des Schiffes und den Herkunftsländern der Passagiere zusammenarbeite und dass die Betroffenen, Kontakte und Besatzungsmitglieder kontinuierlich informiert und unterstützt würden.
Ausblick
Die WHO bleibt wachsam und wird die Situation weiter beobachten, während die Passagiere angewiesen sind, in ihren Kabinen zu bleiben, bis die Desinfektionsmaßnahmen abgeschlossen sind. Das Gesamtbild zeige derzeit ein niedriges Risiko für die breite Öffentlichkeit, so die WHO.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required).
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