Weltweit werden jährlich mindestens 2,1 Millionen Menschen durch Schlangenbiss vergiftet, wobei 274 000 Todesfälle gemeldet werden; Hochrechnungen gehen von bis zu 7 Millionen Envenomierungen und 513 000 Todesfällen aus.
Methodik
Forscher führten eine umfassende Literaturrecherche zu Schlangenbissen, Envenomierungen und Mortalität in allen Sprachen bis zum 31. März 2025 durch. Auf Basis aggregierter Länder‑ und Regionsdaten sowie hospital‑ und gemeindebasierter Umfragen wurden geostatistische Modelle eingesetzt, um die Belastung nach geografischer Lage zu schätzen. Variable wurden gewählt, um soziale und natürliche Umweltbedingungen abzubilden.
Globale Schätzungen
Die niedrige Schätzung liegt bei 2,1 Millionen Envenomierungen und 274 000 Todesfällen pro Jahr. Die hohe Schätzung, die mögliche Untererfassung berücksichtigt, beträgt bis zu 7 Millionen Envenomierungen und 513 000 Todesfälle jährlich.
Regionale Verteilung
Geringverdienende Länder weisen die höchsten Inzidenz‑ und Mortalitätsraten auf. Sub‑Sahara‑Afrika macht 45 % der weltweiten Envenomierungen und Todesfälle aus und liegt damit fast dreimal höher als die Inzidenz in Südasien. Süd‑ und Südostasien gehören ebenfalls zu den am stärksten betroffenen Regionen.
Einschränkungen
Die Studie leidet unter begrenzter Verfügbarkeit und Heterogenität empirischer Daten in vielen Ländern. In Regionen ohne direkte Beobachtungen beruhen die Schätzungen stark auf Modellannahmen, was die Genauigkeit beeinträchtigen kann.
Schlussfolgerungen
Schlangenbiss bleibt ein bedeutender Faktor für Morbidität und Mortalität weltweit, insbesondere in Sub‑Sahara‑Afrika, Südasien und Südostasien. Die Autoren betonen die Notwendigkeit, die Qualität epidemiologischer Daten zu verbessern, um künftig präzisere Belastungsabschätzungen zu ermöglichen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS Medicine, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
[Lizenzangabe]: ‚Creative Commons BY 4.0 (Open Access)‘
[Zusatz]: ‚ Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.‘
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