Ursprünglicher Transportplan
Im Juni 2026 sollte eine Sendung von 397 metrischen Tonnen mit angereicherter Schokoladenkeksen, die für rund 172 000 afghanische Schulkinder bestimmt waren, vom indonesischen Hafen Surabaya nach Karachi in Pakistan verladen werden. Die Lieferung war Teil eines US$ 3,5 Millionen‑Beitrags der Regierung Indonesien an das Welternährungsprogramm (WFP).
Umleitung wegen Grenzschließungen
Als die pakistanisch-afghanische Grenze wegen politischer Spannungen geschlossen wurde, musste das WFP die Route umplanen. Zunächst wurde die Ladung nach Jebel Ali in Dubai umgeleitet, mit dem Ziel, sie über den Persischen Golf nach Iran zu schicken und von dort per Straße nach Afghanistan zu transportieren.
Neuer Landkorridor über den Kaukasus
Durch die Schließung der Straße von Hormus im März 2026 musste das WFP erneut die Route ändern. Logistiker entwickelten einen komplett neuen Landkorridor: Von Dubai aus fuhren 21 Lastwagen durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi‑Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei und Georgien, übernahmen dann eine Fähre in Baku, Aserbaidschan, um den Kaspischen Ozean zu überqueren, und setzten die Fahrt nach Turkmenistan fort. Der gesamte Weg fügte rund 8 000 km zur Strecke hinzu und erforderte neue Zollfreigaben in sieben Staaten.
Grenzübergänge und Genehmigungen
Jeder Grenzübertritt verlangte individuelle Sicherheitsbewertungen, Transportgenehmigungen und Koordination mit den jeweiligen Behörden. Die Fahrer verbrachten lange Stunden mit dem Ausfüllen von Papieren und warteten häufig unter freiem Himmel, um die nächsten Freigaben zu erhalten.
Erfahrungen der Fahrer
Der türkische Fahrer Hüseyin Sarraç Ulus berichtete, dass die Warteschlange am Fährterminal in Alat, Baku, fast 30 km lang war. Er fuhr durchschnittlich 11 Stunden pro Tag und schlief meist in der Fahrerkabine. Trotz der Anstrengungen hielt er die Moral hoch, weil er wusste, dass die Ladung Kindern in Afghanistan half.
Ankunft in Kabul
Nachdem die Konvois die abgelegene Grenze Torghundi überschritten hatten, erreichten sie das WFP‑Lager am Stadtrand von Kabul. Dort überwachte der Lieferkettenoffizier Abdul Ahad Monib die Entladung. Er beschrieb die Ankunft als „Erleichterung“ und bestätigte, dass die Keksen nun in Schulen der Provinzen Ghor, Nuristan und Paktika verteilt werden.
Bedeutung für die Kinder
Monib betonte, dass die Pakete für die Kinder nicht nur Nahrung, sondern auch Gesundheit bedeuten. Das WFP fasste zusammen, dass die logistischen Hürden zwar groß seien, die Organisation jedoch bestrebt sei, die Versorgung trotz aller Hindernisse sicherzustellen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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