Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Sambia und Kenia für bedeutende Verbesserungen bei der Erfassung und Meldung von Daten zum Gesundheitsarbeitskräfte‑Bestand ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte im Rahmen des WHO‑Africa‑CDC Jahresberichts zur Gesundheitsarbeitskraft im Sandton, Südafrika.
Ergebnisse der Datenerhebung
Sambia erreichte im nationalen Gesundheitsarbeitskräfte‑Konto (NHWA) 2024 einen Verfügbarkeits‑Score von 94 % und belegte damit den ersten Platz in der WHO‑Afrikaregion sowie den dritten Platz weltweit. Kenia lag mit einem Score von 92 % auf dem dritten Platz in der Region und dem sechsten Platz global. Beide Länder verbesserten ihre Werte im Vergleich zum Vorjahr deutlich: Sambia stieg von Platz 10 auf Platz 1 und von 81 % auf 94 %, Kenia von Platz 8 auf Platz 3 und von 82 % auf 92 %.
Bedeutung des NHWA‑Systems
Das National Health Workforce Accounts (NHWA)‑System stellt ein standardisiertes Verfahren zur Überwachung von Gesundheitsarbeitskräfte‑Informationen bereit. Es ermöglicht den Mitgliedstaaten, Daten für globale Analysen, Politikentwicklung und Investitionsentscheidungen zu melden. Zuverlässige und zeitnahe Daten unterstützen Regierungen dabei, den Personalbestand zu quantifizieren, regionale Engpässe zu identifizieren und Bildungs‑ sowie Beschäftigungsstrategien zu planen.
Stellungnahmen von WHO‑Vertretern
Dr. Adelheid Onyango, Direktor für Gesundheitssysteme und -dienste im WHO‑Regionalbüro für Afrika, betonte: „Die Verbesserung der Datenqualität ist nicht nur eine Meldung, sondern die Grundlage für fundiertere politische Entscheidungen und effizientere Investitionen.“
Reaktionen aus Sambia
Roy Chihinga, Direktor für Personal und Verwaltung im sambischen Gesundheitsministerium, erklärte, dass die Auszeichnung ein wichtiger Meilenstein sei und die weitere Nutzung der Daten für gezielte Investitionen und die Verbesserung der Verfügbarkeit von Gesundheitsfachkräften im Fokus stehe.
Reaktionen aus Kenia
Dr. Lucy Musyoka, Direktorin für Gesundheitsarbeitskräfte im kenianischen Ministerium für Gesundheit, Standards und Qualität, wies darauf hin, dass die Entwicklung von Gesundheitsarbeitskräfte‑Profilen für alle 47 Landkreise es ermögliche, Lücken zu erkennen und evidenzbasierte Planungen voranzutreiben.
Regionale Perspektive und Ausblick
Alle 47 Mitgliedstaaten der WHO‑Afrikaregion haben inzwischen NHWA‑Ansprechpartner benannt. Zehn der zwanzig Länder mit den vollständigsten Daten weltweit liegen in der Region. Die Fortschritte von Sambia und Kenia unterstützen zudem die Umsetzung der Africa Health Workforce Investment Charter, die ländergeführte Investitionen in den Gesundheitsarbeitskräfte‑Sektor fördert. Die WHO fordert weiterhin verstärkte Investitionen in Dateninfrastrukturen, um die Nutzung von Evidenz für Planung, Überwachung und Rechenschaftspflicht zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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