Vom 20. bis 22. August 2026 führte Dr. Zabulon Yoti, Koordinator für Länderfokus und -koordination des WHO Regionalbüros für Afrika, ein dreitägiges Missionstreffen in Südsudan durch, um die Führung der WHO zu festigen und die Unterstützung der Gesundheitsprioritäten des Landes während einer Führungswechselphase zu verstärken.
Hintergrund des Besuchs
Der Besuch erfolgte unmittelbar nach der Ernennung von Dr. Moses Ongom zum Officer-in-Charge des WHO-Länderbüros in Südsudan, nachdem Dr. Humphrey Karamagi die Position antrat, um die WHO-Vertretung in Somalia zu übernehmen. Ziel war es, die Kontinuität der Leitung, Programmumsetzung und Zusammenarbeit mit Regierung und Partnern zu sichern.
Erreichte Meilensteine
Während der Mission stellte das Länderbüro zahlreiche Fortschritte vor, darunter die Mitwirkung an der Erstellung einer essentiellen Arzneimittelliste, den Ausbau von Screening‑Programmen für Gebärmutterhalskrebs, die Stärkung von Bluttransfusions‑ und Diagnostikdiensten, die Weiterentwicklung des Nationalen Gesundheitsobservatoriums sowie erfolgreiche Impf‑ und Krankheitsbekämpfungsprogramme. Zudem wurde die Koordination von Notfall‑ und humanitären Gesundheitsmaßnahmen betont.
Prioritäten für die kommenden Monate
Im Gespräch wurden zentrale Handlungsfelder definiert: Verbesserung der inländischen Gesundheitsfinanzierung, Beschleunigung digitaler Gesundheitsinnovationen, Institutionalisierung des Nationalen Gesundheitsobservatoriums, Behebung von Impfstoffengpässen, Ausbau der Vorbereitung auf Krankheitsausbrüche, Erweiterung integrierter Versorgungsangebote und Stärkung resilienter Gesundheitssysteme.
Vereinbarte Maßnahmen
Die Beteiligten einigten sich auf ein Paket von Prioritätsaktionen, das Führungs‑ und Verantwortlichkeitsstrukturen, Risikomanagement, Nachhaltigkeit des Personals, Notfallbereitschaft, Ressourcenmobilisierung und die Umsetzung von Programmen umfasst. Dr. Yoti betonte das Vertrauen des WHO‑Generaldirektors und des Regionaldirektors in die Führung von Dr. Ongom.
Ausblick und Verpflichtungen
Abschließend bekräftigte die WHO ihre Zusage, das südsudanesische Gesundheitsministerium bei der Bereitstellung qualitativ hochwertiger Gesundheitsdienste, der Verwirklichung einer universellen Gesundheitsversorgung und dem Aufbau widerstandsfähiger Systeme zu unterstützen. Dr. Yoti dankte dem WHO‑Team vor Ort für dessen Engagement und forderte alle Akteure zu verstärkter Zusammenarbeit auf, um den Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen zu erweitern.
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