Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Reaktion Ugandas auf den Ebola‑Ausbruch, der im Mai sowohl im Nachbarland Demokratische Republik Kongo (DRK) als auch in Uganda bestätigt wurde, gelobt und gleichzeitig betont, dass kontinuierliche Wachsamkeit und grenzüberschreitende Zusammenarbeit nötig seien, um die Übertragung zu stoppen.
Ausbruchslage und betroffene Fälle
Der Ausbruch wird durch die Bundibugyo‑Variante des Ebola‑Virus verursacht, für die bislang kein zugelassener Impfstoff existiert. Uganda meldete bis dato 19 bestätigte Fälle und einen wahrscheinlichen Fall, wobei die meisten Infektionen auf die Ansteckung aus der DRK zurückzuführen seien.
Stellungnahmen von WHO‑Vertretern
Dr. Chikwe Ihekweazu, Leiter des Gesundheitsnotfallprogramms der WHO, hob die starke Gemeinschafts‑kooperation, die Eröffnung neuer Labore und die Entlassung mehrerer Genesener als ermutigende Anzeichen hervor. WHO‑Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus besuchte Uganda im Rahmen einer regionalen Mission, lobte das schnelle Aufsetzen des Ebola‑Behandlungslabors im Mulago‑Krankenhaus und betonte, dass Vorbereitung Leben rette.
Maßnahmen der ugandischen Behörden
Das Ebola‑Behandlungslabor wurde innerhalb von sechs Stunden nach Ausbruchserklärung in Betrieb genommen und wird von einem 146‑köpfigen Notfall‑Medizinteam (EMT) betrieben, das 2023 mit Unterstützung der WHO und der Europäischen Union ausgebildet wurde. Laut WHO wurde das Team innerhalb von zwei Stunden nach Ausbruchserklärung eingesetzt.
Regionale Zusammenarbeit
Tedros betonte, dass kein einzelnes Land die Ausbreitung allein kontrollieren könne und forderte eine nachhaltige Kooperation zwischen Uganda und der DRK, insbesondere in Grenzgebieten, in denen Gemeinschaften beider Länder leben.
Reisebeschränkungen
Der WHO‑Chef wies darauf hin, dass Reiseverbote kein wirksames Mittel zur Eindämmung von Ebola seien und die Bewegung von Hilfsgütern, Einsatzteams und lebenswichtigen Lieferungen behindern könnten.
Lernprozesse aus frĂĽheren AusbrĂĽchen
Der aktuelle Vorfall ist Ugandas neunter Ebola‑Ausbruch. Laut WHO haben Lehren aus früheren Ereignissen die Überwachungssysteme, Labornetze und Notfall‑Medizinteams des Landes gestärkt. Leonard Zulu, UN‑Resident‑Koordinator für Uganda, erklärte, dass das UN‑System unter technischer Leitung der WHO eng mit den nationalen Behörden zusammenarbeite, um die Vorbereitung zu verbessern, gefährdete Gemeinschaften zu schützen und die Ausbreitung einzudämmen.
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