International: WHO-Regionaldirektor prüft integrierten Ansatz zur Stärkung des eritreeischen Gesundheitssystems
Der WHO-Regionaldirektor für Afrika, Dr. Mohamed Janabi, besuchte vom 12. bis 15. Juni 2026 Eritrea, um die Umsetzung integrierter Maßnahmen zur Stärkung des Gesundheitssystems zu prüfen. Während des Besuchs traf er nationale Behörden, Gesundheitspersonal und WHO-Mitarbeiter, um die Fortschritte in Primärversorgung, Diagnostik, lokaler Produktion und gemeindebasierter Versorgung zu evaluieren.
Verbesserung der klinischen Versorgung
In den Krankenhäusern Orotta National Referral Hospital in Asmara und Keren City Hospital beobachtete Dr. Janabi die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften, die essenzielle und lebensrettende Leistungen erbringen. Er betonte die fortlaufenden Anstrengungen, die Qualität der klinischen Versorgung zu erhöhen, den Zugang zu Diensten auszubauen und die Kontinuität der Behandlung in einem sich wandelnden Gesundheitsumfeld zu sichern.
Ausbau diagnostischer und genomischer Kapazitäten
Der Besuch im Nationalen Gesundheitslabor zeigte, dass die Erweiterung von Labor- und Genomkapazitäten die frühzeitige Erkennung von Krankheiten ermöglicht und evidenzbasierte öffentliche Gesundheitsmaßnahmen stärkt. Laut Dr. Janabi bilden robuste Laborsysteme eine zentrale Grundlage für Überwachung, Vorbereitung und Reaktion, was die Gesundheitssicherheit im Land und in der gesamten Region unterstützt.
Stärkung der lokalen Arzneimittelproduktion
Im Azel Pharmaceutical Manufacturing Company in Keren beobachtete der Direktor Fortschritte bei der Herstellung wichtiger Medikamente im Inland. Die Ausweitung der heimischen Produktionskapazität verbessert die Verfügbarkeit von Arzneimitteln, reduziert die Abhängigkeit von Importen und erhöht die nationale Fähigkeit, auf gesundheitliche Bedürfnisse zu reagieren.
Einbindung von Gemeindegesundheitsarbeitern
Die Initiative der sogenannten „Barfußärzte“ verdeutlicht, wie Gemeindegesundheitsarbeiter die Reichweite von Grundversorgungsleistungen erhöhen. Sie fördern gesunde Verhaltensweisen, unterstützen die Krankheitsprävention in abgelegenen Gebieten und tragen dazu bei, gesundheitliche Ungleichheiten zu verringern, sodass keine Gemeinschaft zurückgelassen wird.
Reaktionen von WHO-Mitarbeitern und lokalen Vertretern
Die WHO-Vertreterin in Eritrea, Dr. Mary Stephen, hob die Kohärenz der Maßnahmen hervor und betonte, dass die Integration von Gemeindepflege, Laborsystemen und lokaler Produktion keine isolierten Projekte, sondern miteinander verbundene Investitionen sei. Der Präsident der WHO-Mitarbeitervereinigung, Eyob Frezghi Berhe, wies darauf hin, dass dies der erste Besuch eines WHO-Regionaldirektors in fast 20 Jahren sei und ein starkes Signal der Unterstützung darstelle.
Schlussfolgerungen und Ausblick
Zusammenfassend verdeutlichen die Beobachtungen, dass ein integrierter Ansatz, der Servicebereitstellung, Diagnostik, Personalentwicklung und Arzneimittelproduktion verbindet, die nationale Kapazität stärkt und langfristige Gesundheitsgewinne ermöglicht. Die Erfahrungen aus Eritrea dienen als Lernbeispiel für andere Länder der afrikanischen Region, um universelle Gesundheitsversorgung und Gesundheitssicherheit weiter voranzutreiben.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization (WHO), lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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