Nigeria: WHO stärkt Kapazitäten im Gesundheitsfinanzwesen für universelle Abdeckung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vom 19. bis 22. Mai 2026 in Abuja ein viertägiges Training zur Gesundheitsfinanzierung für 49 Fach‑ und Führungskräfte der Nationalen Gesundheitsversicherungsbehörde (NHIA) und der staatlichen Sozialen Krankenversicherungsagenturen aus fünf Bundesstaaten durchgeführt. Ziel war es, die Umsetzung von Krankenversicherungen zu stärken und den finanziellen Schutz der Bevölkerung zu verbessern.
Hintergrund und Bedarf
In Nigeria machten im Jahr 2023 Ausgaben aus der eigenen Tasche etwa 72 % der gesamten Gesundheitsausgaben aus, was den Zugang zu medizinischer Versorgung erheblich erschwert. Die WHO‑unterstützte Voruntersuchung zeigte, dass nur 20 % der Mitarbeitenden in den Sozialen Krankenversicherungsagenturen bereits eine Schulung im Bereich Gesundheitsfinanzierung erhalten hatten, während 100 % einen hohen Schulungsbedarf äußerten.
Durchführung und Inhalte
Das Curriculum wurde von über 20 Expertinnen und Experten aus WHO‑Nigeria, der WHO‑Regionalbüro für Afrika, der Gates‑Stiftung, dem Centre for Health Economics and Development, dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Private Sector Health Alliance of Nigeria entwickelt. Die Teilnehmenden behandelten Themen wie Mittelbeschaffung, Finanzmanagement, wertorientierten Einkauf von Gesundheitsleistungen, Evidenznutzung und die Verknüpfung von Finanzierungsmodellen mit integrierter Versorgung, Gesundheitssicherheit, Klimawiderstandsfähigkeit und digitalen Systemen.
Lernfortschritt
Die Nachprüfung zeigte eine Steigerung des durchschnittlichen Testergebnisses von 58 % vor dem Training auf 61 % danach. Insgesamt verbesserten 64 % der Teilnehmenden ihre Punktzahl, wobei ein statistisch signifikanter Unterschied (t(32)=3.64, p<0.001) nachgewiesen wurde.
Erwartete Auswirkungen
Nach Abschluss des Trainings sollen die 49 geschulten Mitarbeitenden – darunter 21 weibliche und 28 männliche Teilnehmende – die staatlichen Versicherungsprogramme besser unterstützen, Entscheidungen fundierter treffen und den Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung für benachteiligte Gruppen, einschließlich Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderungen und ländliche Gemeinschaften, ausbauen.
Ausblick
Die NHIA‑Direktor‑General Dr. Kelechi Ohiri betonte die gemeinsame Verantwortung von Regierung, WHO, Global Fund und Partnern, die Gesundheitsfinanzierung weiter zu stärken. Die WHO‑Vertreterin Dr. Mary Nana Ama Brantuo kündigte an, die technische Unterstützung fortzusetzen, um die universelle Gesundheitsabdeckung in Nigeria nachhaltig zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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