Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 13. Februar 2026 in Kinshasa eine Informationsveranstaltung durchgeführt, um die Zusammenhänge zwischen geschlechtsbezogener Gewalt und der Gesundheit von Kindern im Kontext der Polio‑Bekämpfung zu verdeutlichen.

Hintergrund der Thematik

Geschlechtsbezogene Gewalt, auch im digitalen Raum, wird von der WHO als Menschenrechtsverletzung und bedeutendes Gesundheitsproblem eingestuft. Weltweit haben etwa 840 Millionen Frauen im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren, was direkte und indirekte Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern und Gemeinschaften hat.

Durchführung der Sensibilisierung

Mehr als 300 Mitarbeiter und externe Berater, die im Polio‑Programm tätig sind, nahmen an der Sitzung teil. Die Veranstaltung orientierte sich am globalen Themenschwerpunkt 2025 „Alle vereint gegen digitale Gewalt an Frauen und Mädchen“ sowie am nationalen Leitmotiv „Gemeinsam gegen digitale Gewalt an Frauen und Mädchen“.

Aussagen der Fachleitung

Dr. Aïcha Diakité, Leiter des Polio‑Incident‑Managements der WHO in der DR Kongo, betonte, dass geschlechtsbezogene Gewalt den Zugang zu Gesundheitsdiensten behindern und die Wirksamkeit von Programmen verringern könne. Er erklärte, das Polio‑Programm gehe über die Impfung hinaus und berücksichtige soziale Determinanten, die die Gesundheit von Kindern beeinflussen.

Kooperationen und Trainings

Die WHO arbeitet eng mit nationalen und provinziellen Behörden sowie Partnern der Globalen Polio‑Eradikationsinitiative (GPEI) zusammen, darunter Gavi, das US‑CDC, UNICEF und Rotary International. Bislang wurden 19 789 Gesundheitsmitarbeiter in allen 26 Provinzen des Landes geschult, um Impfkampagnen zu unterstützen und die Überwachung zu stärken.

Erfahrungen aus der Praxis

Cathy Bola Inseke, Epidemiologe der WHO und Berater im Polio‑Programm, berichtete, dass die Sitzung ihm das Ausmaß digitaler Gewalt vor Augen geführt habe. Er erläuterte, dass solche Gewalt das Vertrauen in Gesundheitsdienste und die Beteiligung von Frauen und Mädchen in digitalen Räumen erschüttere.

Erwartete Maßnahmen

Die WHO plant, nach der Sitzung konkrete Schritte umzusetzen: gezielte Schulungen des Personals, Aufklärung der Gemeinschaften, Integration der Geschlechterperspektive in alle Polio‑Interventionen sowie die Einrichtung sicherer Meldeverfahren für Gewaltvorfälle.

Langfristige Zielsetzung

Die Initiative markiere den ersten Schritt, die Geschlechterperspektive dauerhaft im Polio‑Programm zu verankern, um die Effektivität, Inklusion und Nachhaltigkeit der Impfkampagnen zu erhöhen.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Weltgesundheitsorganisation, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.

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