Kernergebnis
Eine aktuelle Untersuchung der WHO‑Regionalbüro für Europa zeigt, dass Personen, die innerhalb der letzten sechs Monate eine Auffrischimpfung erhalten haben, deutlich seltener schwer an COVID‑19 erkranken, intensivmedizinisch behandelt werden oder sterben.
Hintergrund
Die Analyse stützt sich auf Daten des EuroSAVE‑Netzwerks, das Krankenhäuser in Europa, dem Balkan, dem Südkaukasus und Zentralasien überwacht. Der Beobachtungszeitraum erstreckte sich von Mai 2023 bis April 2024.
Datenbasis
In diesem Zeitraum wurden fast 4 000 Patienten mit akuten respiratorischen Infektionen in den teilnehmenden Kliniken stationär aufgenommen. Davon entfielen rund 10 % auf COVID‑19, obwohl die Pandemie offiziell beendet ist. Nur 3 % der hospitalisierten COVID‑Patienten hatten in den vorangegangenen zwölf Monaten eine Impfdosis erhalten.
Ergebnisse zu Schweregrad
Unter den COVID‑Patienten benötigten 13 % eine Behandlung auf einer Intensivstation und 11 % verstarben. Im Vergleich dazu wiesen Patienten mit Influenza eine geringere Notwendigkeit für Sauerstoff, Intensivpflege und Mortalität auf.
Wirksamkeit der Impfung
Eine EuroSAVE‑Studie ergab, dass ein aktueller Impfstoff, der innerhalb der letzten sechs Monate verabreicht wurde, zu 72 % vor Hospitalisation und zu 67 % vor den schwersten Verläufen, einschließlich Intensivaufenthalt und Tod, schützt. Eine separate multinationale Analyse zeigte, dass Impfungen die COVID‑bezogenen Hospitalisierungen um etwa 60 % reduzierten.
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung zeitnaher Auffrischimpfungen, um die Belastung der Gesundheitssysteme zu verringern und schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required).Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
