Sonstige: WHO übergibt Notfallmedizinische Versorgungsgüter zur Stärkung der ghanaischen Nachflut‑Gesundheitsreaktion
Hintergrund der Flutereignisse
In Ghana hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Flutereignissen vom 29. Juni 2026 Notfallmedizinische Versorgungsgüter an die Nationale Katastrophenmanagement‑Organisation (NADMO) übergeben, um die Gesundheitsreaktion zu stärken. Die Überschwemmungen haben im Großraum Accra 38.802 Menschen betroffen und 7.761 Haushalte in 25 Gemeinden von 18 Bezirken vertrieben.
Übergabe der Notfallkits
Im Rahmen der Unterstützung hat die WHO sechs Interagency Emergency Health Kits sowie 600 Cholera‑Rapid‑Diagnostic‑Tests (RDTs) im Wert von über GHS 60.000 überreicht. Die Kits sollen die Bereitstellung grundlegender Gesundheitsdienste sichern, während die RDTs die frühe Erkennung von Cholera‑Fällen ermöglichen.
Aussagen der Verantwortlichen
Dr. Fiona Braka, WHO‑Vertreterin in Ghana, betonte, dass die Übergabe die Bereitschaft des Landes erhöhe, Gesundheitsrisiken nach den Fluten schnell zu erkennen und zu begegnen. Dr. Lutfia Saeed Jamal, stellvertretende Generaldirektorin von NADMO, bezeichnete die Unterstützung als rechtzeitig und wichtig für die kollektive Reaktion auf die öffentlichen Gesundheitsgefahren. Dr. Franklin Asiedu‑Bekoe, Direktor für öffentliche Gesundheit beim Ghana Health Service, versicherte, dass die Materialien ausschließlich zur Stärkung der Überwachung und des Schutzes der betroffenen Gemeinden eingesetzt werden.
Öffentliche Gesundheitsrisiken
Eine von der Inter‑Agency Working Group on Emergencies (IAWGE) in Zusammenarbeit mit der International Organization for Migration (IOM) durchgeführte Schnellbewertung identifizierte erhebliche Risiken im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH). Unsichere Trinkwasserversorgung, gestörte Abwasserdienste und stehendes Wasser begünstigen die Verbreitung von Cholera, Durchfallerkrankungen, Malaria und anderen wasser‑ bzw. vektorübertragenen Krankheiten.
Weiteres Vorgehen und Zusammenarbeit
Die WHO bleibt mit dem Ghana Health Service, NADMO und weiteren Partnern im IAWGE vernetzt, um die Überwachung, Prävention und Reaktion auf gesundheitliche Notlagen nach Katastrophen zu koordinieren. Die anhaltende Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Resilienz des ghanaischen Gesundheitssystems gegenüber zukünftigen Notlagen zu erhöhen.
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