Direktoren für Personal im Gesundheitswesen aus 37 afrikanischen Mitgliedstaaten haben das erste Training zu Haushaltsverhandlungen für Investitionen in die Gesundheitsarbeitskraft abgeschlossen. Das Training, das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Africa CDC gemeinsam organisiert wurde, richtete sich an 71 Direktoren, Experten und Planer, um deren Fähigkeit zu stärken, evidenzbasierte Forderungen in nationale Haushalte einzubringen.
Hintergrund und Zielsetzung
Der Kontinent sieht sich einem akuten Mangel an Gesundheitspersonal gegenüber, der bis 2030 auf 5,85 Millionen Fachkräfte ansteigen soll. Gleichzeitig sind fast eine Million ausgebildete Fachkräfte arbeitslos oder unterbeschäftigt, was eine Diskrepanz zwischen Ausbildung und Stellenangeboten verdeutlicht. Das Training soll die notwendigen Kompetenzen vermitteln, um diese Lücke durch gezielte Budgetierung zu schließen.
Finanzierungsbedarf
Um das Missverhältnis zwischen Ausbildung und Beschäftigung zu beheben, ist laut WHO‑Africa eine Erhöhung der öffentlichen Investitionen in die Beschäftigung von Gesundheitspersonal um mindestens 35 % erforderlich. Dies erfordere eine intensivere Zusammenarbeit mit Finanzministerien, öffentlichen Diensten und Bildungssektoren, um Prioritäten in finanzierbare Positionen zu überführen.
Durchführung und Teilnehmer
Während der praxisorientierten Sitzungen erarbeiteten die Teilnehmer länderspezifische Finanzierungsprioritäten, integrierten gestufte Investitionen in ihre mittelfristigen Ausgabenrahmen und diskutierten Lohnkostendeckel sowie Rechenschaftspflichten im öffentlichen Finanzmanagement. Am Ende des Trainings stellten die Länder konkrete, evidenzbasierte Budgetvorschläge und Verhandlungsstrategien vor.
Erwartete Auswirkungen
Dr Mathabo Mathebula, stellvertretender Generaldirektor der Nationalen Gesundheitsbehörde Südafrikas, betonte, dass viele Herausforderungen nicht rein technischer Natur seien, sondern ein stärkeres Engagement mit Finanzministerien erforderten. Dr Adelheid Onyango von der WHO‑Region Afrika erklärte, dass die erweiterte Verhandlungskompetenz es den Mitgliedstaaten ermögliche, Verpflichtungen in finanzierte Stellen umzuwandeln. Dr Tajudeen Raji vom Africa CDC ergänzte, dass die neue Fähigkeit die Umsetzung der Gesundheitsarbeitskraftambitionen beschleunige.
Ausblick
Das Training ist Teil einer Reihe von Kapazitäts‑auf‑bau‑Initiativen, die die Umsetzung des Africa Health Workforce Investment Charter unterstützen. Die afrikanischen Staats- und Regierungschefs haben im Rahmen der 35. Tagung der Afrikanischen Union die Einrichtung eines Task‑Teams beschlossen, um die Finanzierung und Governance des Gesundheitsarbeitskräfteprogramms weiter zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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