Am 9. Juni 2026 fand in Addis Abeba ein Treffen zwischen Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Armauer Hansen Research Institute (AHRI) statt, um eine strategische Zusammenarbeit im Bereich Gesundheit zu planen. Die Gespräche wurden von WHO-Vertreter Prof. Francis Chisaka Kasolo und seinem Expertenteam geführt.
Hintergrund
Das 1970 gegründete AHRI ist das führende biomedizinische Forschungsinstitut Äthiopiens. Durch die Umstrukturierung gemäß Ministerialverordnung Nr. 530/2023 hat das Institut sein Mandat erweitert und deckt nun Forschung zu Impfstoffen, Diagnostik, Medizintechnik, traditioneller und moderner Medizin sowie zur lokalen pharmazeutischen Produktion ab.
Aussagen von AHRI
Prof. Afework Kassu, Direktor von AHRI, betonte die langjährige Unterstützung der WHO bei der Bekämpfung von Tuberkulose, vernachlässigten Tropenkrankheiten und anderen öffentlichen Gesundheitsprioritäten. Er erklärte, dass AHRI künftig verstärkt in Impfstoffentwicklung, Diagnostik, lokale Arzneimittelherstellung, klinische Forschung und Innovation investieren wolle.
Neue Laboreinrichtung
Im Rahmen des Besuchs wurde das kürzlich eröffnete Laborkomplex von AHRI präsentiert, der am 4. April 2026 von Premierminister Abiy Ahmed eingeweiht wurde. Der Komplex umfasst 40 voll ausgestattete Labore, Genomik‑ und Bioinformatik‑Plattformen sowie ein Bioäquivalenz‑Zentrum zur Qualitätssicherung lokaler Medikamente.
Strategische Schwerpunkte
Die beiden Institutionen identifizierten mehrere Kooperationsfelder: Impfstoffforschung, Immunisierungssysteme, klinische Studien, Implementierungsforschung, Laborausstattung, Genomik, Notfall‑ und Krisenmanagement, Gesundheits‑Innovation, lokale Produktion von Arzneimitteln und Impfstoffen, regulatorische Wissenschaft sowie Forschung zu traditioneller Medizin.
Aussagen von WHO
Prof. Francis Chisaka Kasolo hob die enge Übereinstimmung zwischen dem erweiterten Mandat von AHRI und den strategischen Prioritäten der WHO auf regionaler und globaler Ebene hervor. Er verwies auf das Potenzial gemeinsamer Projekte in Forschung, Innovation, Kapazitätsaufbau, Laborsysteme, Gesundheitsnotfälle, Impfstoffentwicklung und lokaler Fertigung.
Ausblick
Beide Seiten verpflichteten sich, die identifizierten Prioritäten in formelle Partnerschaftsrahmen zu überführen und konkrete Maßnahmen zur Stärkung des äthiopischen Gesundheitssystems und zur Förderung regionaler Gesundheitsinnovation zu ergreifen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization (WHO), lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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