International: WHO und MoH stärken Bluttransfusionsdienste in Südsudan
Zielsetzung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Gesundheitsministerium von Südsudan haben ein gemeinsames Vorhaben angekündigt, die Bluttransfusionsdienste im Land bis 2030 auszubauen, um die Verfügbarkeit sicherer Blutprodukte zu erhöhen.
Hintergrund
Südsudan weist eine der höchsten mütterlichen Sterblichkeitsraten weltweit auf; postpartale Blutungen gehören zu den häufigsten Todesursachen. Die WHO empfiehlt, jährlich 1–3 % der Bevölkerung zu spenden, was für Südsudan etwa 157 000 Einheiten entspricht – ein Wert, der derzeit deutlich unterschritten wird.
Spendenstruktur
Laut einer im Oktober 2025 von NBTS und WHO durchgeführten Befragung stammen nur 7,6–34 % der Blutspenden von freiwilligen, unentgeltlichen Spendern; der Rest stammt von Familien- oder Freundesspenden, die in Notfällen organisiert werden.
Aussagen von Fachleuten
Dr. Angelo Aruop Akeen, Direktor des Nationalen Bluttransfusionsdienstes, betont, dass das Ziel sei, ein System zu schaffen, in dem Blut jederzeit verfügbar ist, um Notfälle zu bewältigen. Dr. Faith Keji Charles, Direktor des Südsudan Blood Donors Society, kritisiert die Abhängigkeit von Ersatzspenden und fordert mehr regelmäßige freiwillige Spender.
WHO‑Empfehlungen
Die WHO empfiehlt freiwillige, unentgeltliche Blutspenden als Basis eines sicheren und nachhaltigen Blutversorgungssystems, da sie sowohl die Sicherheit als auch die Zuverlässigkeit erhöhen.
Strategische MaĂźnahmen
Im Rahmen der Nationalen Bluttransfusionsstrategie 2026‑2030 sollen Governance‑Strukturen gestärkt, Sammlung und Sicherheitsprozesse verbessert und der Zugang zu sicherem Blut landesweit ausgebaut werden. Dr. Swaibu Katare, WHO‑Berater, bezeichnet die Strategie als technische und gesundheitssystemische Priorität.
Umsetzung und erste Initiativen
Die Umsetzung erfordert kontinuierliche Investitionen in Freiwilligendonation, Infrastruktur, Datenmanagement und Qualitätsstandards. Erste Blutspendeaktionen in Juba, Wau, Aweil und Torit sowie Initiativen im St. Theresa Hospital in Yambio zeigen bereits ein wachsendes Engagement.
ZukĂĽnftige Perspektiven
Laut WHO‑Plan soll bis 2030 ein zuverlässiger Bestand sicherer Blutprodukte erreicht werden, um die Überlebenschancen von Müttern, Kindern und kritisch kranken Patienten zu erhöhen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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