International: WHO und KOICA verbessern Gesundheitsversorgung in Busoga, Uganda
Ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Korea International Cooperation Agency (KOICA) unterstütztes Projekt hat in der ugandischen Region Busoga die Gesundheitsversorgung für Mütter, Kinder und Jugendliche deutlich verbessert. Zwischen 2020 und 2025 wurden mit einem Investment von US$10 Millionen zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die zu einer Reduktion der mütterlichen und neonatalen Sterblichkeit führten.
Projektumfang und Finanzierung
Nach Angaben der WHO Africa umfasste das Vorhaben die Renovierung von 28 Gesundheitseinrichtungen, die Installation von Regenwasser‑Sammelsystemen in allen Einrichtungen und den Bau von fünf Bohrungen zur Sicherstellung der Wasserversorgung. Zusätzlich wurden sieben Ambulanzfahrzeuge angeschafft, die seit Mai 2021 bis September 2025 über 8 051 Notfall‑Verlegungen ermöglichten.
Verbesserungen bei Mütter‑ und Neugeborenenversorgung
Die Sterblichkeitsrate von Müttern sank von 66 auf 19,3 pro 100 000 Lebendgeburten, die neonatalen Sterblichkeitsrate von 5 auf 2,5 pro 1 000 Lebendgeburten. Mehr als 400 Gesundheitsarbeiter wurden in den Bereichen Mutter‑, Neugeborenen‑ und Kindergesundheit geschult. Außerdem wurden 30 Einrichtungen mit Kältekettensystemen für die Impfstofflagerung ausgestattet.
Infrastruktur und Notfallversorgung
Durch die Bereitstellung von sieben voll ausgestatteten Ambulanzfahrzeugen konnten Patientinnen und Patienten schneller und sicherer zu höherstufigen Einrichtungen transportiert werden. Ambulanzfahrer wie Yusuf Abu Kisadhaki berichteten, dass sie nun bis zu zehn Patienten pro Tag befördern können, vor allem Mütter in kritischen Situationen.
Schulische Aufklärung und Jugendförderung
Im schulischen Bereich wurden 2 739 Lehrer geschult und über 11 742 Schülerinnen und Schüler erhielten umfassende Sexual‑ und Reproduktionsgesundheitsbildung. Die Einführung von Gesundheitsclubs an Sekundarschulen förderte den Dialog über Menstruation, HIV‑Prävention und gesunde Lebensentscheidungen.
Stärkung der lokalen Führung
Dr. Charles Olaro, Direktor‑General des Gesundheitsdienstes, betonte, dass das Projekt die Daten‑ und Entscheidungsprozesse der Bezirksverwaltung verbessert habe. Dr. Diana Atwine, Ständige Sekretärin, hob hervor, dass die Maßnahmen einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Müttersterblichkeit geleistet hätten.
Ausblick und Nachhaltigkeit
Die WHO‑Vertreterin Dr. Kasonde Mwinga erklärte, dass das Projekt nicht nur als einmalige Kapitalinvestition zu sehen sei, sondern als Grundlage für eine integrierte, patienten‑zentrierte Primärversorgung, die langfristig zur universellen Gesundheitsdeckung beiträgt. KOICA‑Landesdirektorin Ms. Jihee Ahn bestätigte die fortgesetzte Unterstützung Koreas für die Gesundheitsprioritäten Ugandas.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO Africa, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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