Ein dreitägiger Workshop zur Optimierung des Impfstoffportfolios hat in Freetown begonnen, um die Anwendung der Gavi‑6.0‑Strategie in Sierra Leone zu unterstützen. Die Veranstaltung läuft vom 28. bis zum 30. September 2026 und bringt nationale Entscheidungsträger sowie internationale Partner zusammen, um bestehende Impfstoffe zu prüfen und Prioritäten für neue Impfungen bis 2030 festzulegen.
Ziel und Rahmen des Workshops
Der National Immunization Technical Advisory Group (NITAG) leitet das Vaccine Portfolio Optimization and Prioritization (VPOP)‑Verfahren, das darauf abzielt, evidenzbasierte Entscheidungen für die nächsten fünf Jahre zu treffen. Im Mittelpunkt steht die Identifikation von Optimierungspotenzialen und die Festlegung von Prioritäten, die mit dem Nationalen Immunisierungsplan 2026‑2030 abgestimmt sind.
Beteiligte Institutionen
Der NITAG arbeitet eng mit dem Expanded Programme on Immunization (EPI) sowie Partnern wie WHO, UNICEF, der Sierra Leone Red Cross Society, dem Clinton Health Access Initiative (CHAI) und AFENET zusammen. Alle Akteure tragen zur Sammlung und Analyse von Daten bei, um fundierte Empfehlungen zu erarbeiten.
Ablauf und Methodik
Während der drei Tage konsolidieren die Teilnehmenden Evidenz zu Optimierungsmöglichkeiten, entwickeln Szenarien für Priorisierung und Sequenzierung, entwerfen Empfehlungen und bereiten einen Abschlussbericht für Gavi vor. Die Methodik beruht auf standardisierten Evidenz‑Matrizen, die Kriterien wie Wirksamkeit, Kosten‑Nutzen‑Verhältnis und Programmauswirkungen berücksichtigen.
Geplante Impfstoffüberprüfungen
Im Rahmen des VPOP‑Prozesses sollen fünf Impfstoffe – Masern‑Rubella, Malaria, Rotarix und Pneumokokken‑Konjugatimpfstoff (PCV) – überprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Zusätzlich werden weitere Antigene identifiziert, die im Zeitraum 2026‑2030 neu eingeführt werden könnten.
Vorgeschichte und Vorbereitung
Der aktuelle Workshop baut auf ein zweitägiges Vorbereitungstreffen Anfang September 2026 auf, bei dem der bestehende Impfstoffbestand umfassend analysiert und mit dem Nationalen Immunisierungsplan abgeglichen wurde. Dort wurden bereits Investitionslücken und zukünftige Chancen identifiziert.
Erwartete Ergebnisse
Der resultierende Bericht soll Gavi bei kritischen Investitionsentscheidungen unterstützen und langfristig zu einer stärkeren, resilienteren Immunisierungsinfrastruktur führen. Durch die evidenzbasierte Priorisierung wird angestrebt, die öffentliche Gesundheit zu verbessern und die Prävention von impfpräventablen Krankheiten zu erhöhen.
Stimme aus der WHO
Sharkah Madlyn, National Communication Officer der World Health Organization in Sierra Leone, betont: „Der VPOP‑Prozess ermöglicht es, begrenzte Ressourcen gezielt einzusetzen und die Gesundheit von Kindern und Gemeinschaften nachhaltig zu schützen.“
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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