Herausforderungen bei der Impfabdeckung
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zusammen mit Partnern im Rahmen der Afrikanischen Impfwochen im April 2026 ein intensives Impfprogramm in Edo State, Nigeria, durchgeführt, um Kinder zu erreichen, die bislang keine Impfungen erhalten haben.
Gezielte MaĂźnahmen und Partner
Analyse von Impf‑ und Gesundheitsdaten zeigte, dass in einzelnen Gemeinden bis zu 76 % der Kinder noch nie geimpft wurden. In Orhionmwon hatte nur ein Viertel der Kinder die Pentavalent‑Impfserie abgeschlossen. Auf Basis dieser Daten entwickelten das Edo State Primary Health Care Development Agency und die WHO gemeinsam Mikro‑ und Einsatzpläne, die von Front‑Line‑Gesundheitsarbeitern umgesetzt wurden.
Umsetzung vor Ort
Gesundheitsarbeiter besuchten Haushalte, informierten Eltern ĂĽber den Impfplan und beantworteten Fragen. „Daten halfen uns, die Kinder zu finden“, erklärte Dr. Nora Eyo, WHO‑Staatlicher Koordinator fĂĽr Edo. „Aber das Zuhören bei den Menschen ermöglichte es, sie zu erreichen.“
Erfahrungen aus der Praxis
In einer Flussregion berichtete Herr Honour Madumere, dass die Entfernung zum Gesundheitszentrum und mangelndes Wissen über Impfungen die Impfung seines einjährigen Kindes verzögerten. Nach einem Aufklärungsbesuch ließ er sein Kind die empfohlenen Impfungen erhalten. Eine weitere Fachkraft, Mary Efosa, bestätigte, dass sie Kinder ohne jegliche Impfungen gefunden habe und dass das Vorgehen wirksam sei.
Ergebnisse der Impfaktion
Während der Woche vom 24. bis 30. April 2026 wurden 3 801 Säuglinge (0–11 Monate) und 789 Kinder (12–23 Monate) geimpft. Zusätzlich erhielten 297 Kinder die dritte Dosis der Pentavalent‑Impfung. Begleitend wurden über 700 Kindern Vitamin‑A‑Supplemente verabreicht, Malnutrition‑Screenings durchgeführt und 239 Mädchen gegen Humane Papillomviren geimpft. Es wurden keine schweren Nebenwirkungen gemeldet.
Bedeutung für die öffentliche Gesundheit
Der Direktor für Krankheitskontrolle und Immunisierung, Dr. Efeomon Eseigbe, betonte, dass nun mehr Kinder Zugang zu lebensrettenden Impfungen haben und zuvor ausgegrenzte Gemeinden erreicht wurden. Nationale Schätzungen zeigen, dass 33 % der Kinder in Nigeria die Grundimmunisierung nicht abschließen, wodurch das Risiko für Krankheiten wie Masern, Diphtherie und Polio steigt.
Ausblick und nächste Schritte
Trotz Fortschritten bleiben 33 Wards ohne ausreichende Abdeckung. Weitere mobile Teams und Gesundheitstage sollen in über 4 347 Siedlungen stattfinden, um die verbleibenden Kinder zu erreichen und die vollständige Impfung sicherzustellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO Nigeria, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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