In Lomé, Togo, haben vier junge Gambier im Juli 2026 im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützten Lernwerkstatt zu psychischer Gesundheit aus dem gesamten afrikanischen Raum Leitungsaufgaben übernommen. Die Initiative folgte einem Online‑Workshop im November 2025, bei dem die jungen Vertreter ihr Wissen zu Angst, Depression, Sucht und Suizidprävention vertieften.
Hintergrund und Herausforderung
In The Gambia bestehen nach wie vor erhebliche Stigmatisierungen, die es jungen Menschen erschweren, über psychische Belastungen zu sprechen. Viele befürchten, nicht verstanden zu werden, oder sehen das Suchen von Hilfe als Zeichen von Schwäche.
Initiative der jungen Vertreter
Die vier jungen Menschen – Lamin Fofana, Aisha Sarr, Isatou Saho und Aji Jacob Njie – gründeten nach dem ersten Workshop lokale Gesprächsgruppen, in denen junge Menschen offen über ihre Erfahrungen berichten konnten. Durch die wachsende Teilnahme entstanden sowohl Präsenz‑ als auch Online‑Diskussionsplattformen, die den Austausch über psychische Belastungen erleichtern.
Regionale Lernwerkstatt
Im Juli 2026 fanden in Lomé Vertreter aus ganz Afrika zusammen, um Politiken und Programme zur psychischen Gesundheit zu diskutieren. Saho moderierte die Sitzungen zu Suchtverhalten und digitalen Interventionen, während Sarr die Diskussion zu Jugend‑ und Suizidprävention leitete.
Aussagen von Fachleuten
Dr. Ifeanyi Udenweze, Team‑Leiter für Gesundheitseinsätze der WHO in The Gambia, betonte, dass Investitionen in psychische Gesundheit ein Investment in das menschliche Potenzial seien. Jarra Marega, Programm‑Manager des Nationalen Programms für psychische Gesundheit, erklärte, dass die Sichtbarkeit junger Menschen Hoffnung gebe, damit das Suchen von Hilfe künftig als Stärke wahrgenommen werde.
Ausblick
Die jungen Vertreter fordern stärkere Systeme und mehr finanzielle Mittel, um die bereits bestehenden politischen Rahmenbedingungen in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Sie betonen, dass das vorhandene Wissen und die Motivation vorhanden seien – nun fehle es an gezielter Umsetzung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von WHO, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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