International: WHO unterstützt Training für integrierte Versorgung älterer Menschen in Äthiopien
Ein vierÂtägiges Training of Trainers (ToT) zur integrierten Versorgung älterer Menschen (ICOPE) wurde vom Weltgesundheitsorgan (WHO) in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Ă„thiopiens vom 23. bis 26. Juni 2026 in Adama, Region Oromia, durchgefĂĽhrt. Das Programm, das von der Regierung Japans ĂĽber den TICAD‑9‑Japanischen Ergänzungsbudget (JFY2025) finanziert wird, zielt darauf ab, die Kompetenz von Gesundheitspersonal im primären Versorgungssektor zu stärken.
Hintergrund
Äthiopien erlebt ein rasches Wachstum seiner älteren Bevölkerung, bedingt durch steigende Lebenserwartung. Dieser demografische Wandel erzeugt neue Chancen, erhöht jedoch zugleich den Druck auf ein Gesundheitssystem, das bislang vorwiegend auf akute und krankheitsspezifische Versorgung ausgerichtet war.
Strategische Ausrichtung
Im Rahmen der nationalen Strategie für gesundes Altern und Versorgung älterer Menschen (2026–2030) hat Äthiopien die Einführung von integrierter, personenzentrierter Versorgung gemäß dem WHO‑ICOPE‑Rahmenwerk priorisiert. Die Strategie betont die Notwendigkeit, primäre Gesundheitsdienste an die Bedürfnisse älterer Menschen anzupassen, um universelle Gesundheitsdeckung zu erreichen.
DurchfĂĽhrung des Trainings
Insgesamt 38 Teilnehmer aus sechs Gesundheitseinrichtungen in Addis Abeba, Vertreter des Gesundheitsministeriums, zivilgesellschaftliche Organisationen und WHO‑Experten nahmen am Training teil. Das Teilnehmerfeld umfasste Ärzte, Pflegepersonal, Gesundheitsbeauftragte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Psychologen, Sozialarbeiter und Gesundheitserweiterungsarbeiter, was die multidisziplinäre Ausrichtung integrierter Versorgung widerspiegelt.
Die Inhalte des Trainings erstreckten sich über klinische Maßnahmen zur Prävention von Kapazitätsverlusten, personenzentrierte Bewertung und Versorgung, Planung und Kommunikation mit älteren Menschen und deren Pflegenden, integrierte Service‑ und Überweisungskoordination sowie Schulungs‑ und Moderationsfähigkeiten für eine spätere Kaskadierung des Wissens.
Erwartete Auswirkungen
Durch die Kombination von WHO‑ICOPE‑Modulen und interaktiven Lernmethoden, einschlieĂźlich praktischer Demonstrationen, Fallstudien und Feldbesuchen, soll ein nachhaltiges Trainerteam etabliert werden, das kĂĽnftig Kaskadentrainings in Regionen und auf verschiedenen Versorgungsebenen leitet. „Dieses ToT dient nicht nur der Schulung einzelner Personen, sondern dem Aufbau eines dauerhaften Wissens‑ und Transfer‑Systems“, erklärte Dr. Elubabor Buno, leitender Exekutivbeamter des Ministeriums fĂĽr medizinische Dienste, Ă„thiopien.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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