DR Kongo: Verstärkte Infektionsprävention in Gesundheitseinrichtungen
Die Weltgesundheitsorganisation hat in der Demokratischen Republik Kongo bislang über 900 Gesundheitseinrichtungen unterstützt und mehr als 1000 Gesundheitsarbeiter in Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle (IPC) geschult, um die Ausbreitung von Ebola einzudämmen.
Hintergrund
Wochen vor der offiziellen Ausbruchsmeldung in der Provinz Ituri bemerkte Dr. Yves Tibamwenda, medizinischer Direktor des Bunia University Hospital, vermehrt Patienten mit hohen Fieberwerten und eine ungewöhnlich hohe Sterblichkeitsrate. Noch bevor der Ausbruch bestätigt wurde, infizierte sich Dr. Tibamwenda selbst mit dem Virus und wurde nach kurzer Zeit negativ getestet.
Bewertung der Einrichtungen
WHO‑Teams begannen mit einer umfassenden Bestandsaufnahme der bestehenden IPC‑Strukturen. Dabei wurden fehlende Räumlichkeiten, mangelnde Toilettenanlagen, unzureichende Durchflusswege, fehlende persönliche Schutzausrüstung (PSA) und ungenügende Handhygiene als zentrale Defizite identifiziert.
Umgesetzte Maßnahmen
Auf Basis der Bewertung wurden verpflichtende Eingangskontrollen, Triage‑ und Isolationsverfahren für Verdachtsfälle sowie der korrekte Einsatz von PSA für medizinisches und nicht‑medizinisches Personal eingeführt. Zusätzlich wurden Reinigungskräfte, Hygienefachkräfte und Bestatter in spezifischen Verfahren geschult.
Schulungen und Ausstattung
Mehr als 1000 Gesundheitsarbeiter erhielten Schulungen zu IPC‑Protokollen, während Decontamination‑Kits und weitere Schutzmaterialien bereitgestellt wurden. Jean‑Didier Lazo Calimini, WASH‑Supervisor für die Gesundheitszone Bunia, koordinierte die Ausbildung von Aufsichtspersonen und die Einrichtung von Dekontaminationsteams, insbesondere in den überfüllten Lagern von Kigonze.
Lokale Verbesserungen
Im Bunia University Hospital wurden Handwaschstationen an allen Zugängen installiert und verpflichtende Temperaturmessungen eingeführt. Regelmäßige Kontrollen durch lokale Behörden sichern die Einhaltung der IPC‑Standards und fördern eine nachhaltige Kultur der Infektionsprävention.
Zukünftige Perspektiven
Die WHO betont, dass eine konsequente IPC‑Umsetzung entscheidend sei, um künftige Ebola‑Ausbrüche und andere Epidemien zu verhindern. Die enge Zusammenarbeit von Gesundheitseinrichtungen, Behörden und Gemeinschaften soll langfristig die Resilienz des Gesundheitssystems stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Weltgesundheitsorganisation, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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