Steigende Krebsinzidenz
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in ihrem Global Status Report on Cancer 2026 gewarnt, dass die Zahl der neu diagnostizierten Krebserkrankungen bis 2050 auf fast 35 Millionen pro Jahr ansteigen könnte, sofern keine dringenden Maßnahmen zur Prävention, Früherkennung und Behandlung ergriffen werden. Derzeit liegen die jährlichen Neuinfektionen bei etwa 20,6 Millionen.
Ăśberlebensunterschiede
Der Bericht zeigt erhebliche Unterschiede bei den Überlebensraten zwischen reichen und armen Ländern. In Hochlohnländern überleben 87 % der Frauen mit Brustkrebs mindestens fünf Jahre, während die Quote in Niedriglohnländern bei rund 42 % liegt.
Finanzielle und soziale Belastungen
Weniger als ein Drittel der Staaten hat Krebsbehandlung in ihre universellen Gesundheitspakete aufgenommen, sodass viele Patienten keinen Zugang zu essentieller Diagnostik, Therapie oder unterstützender Versorgung haben. Laut einer ersten globalen Umfrage erleben mindestens 45 % der Betroffenen finanzielle Härten, mehr als die Hälfte berichtet von psychischen Belastungen, und die meisten pflegenden Angehörigen sehen sich unbezahlten Pflegeaufgaben und sozialer Isolation gegenüber.
Regionale Unterschiede
Im Jahr 2024 entfielen über die Hälfte aller Krebsfälle und -todesfälle auf Asien, was die große Bevölkerungszahl widerspiegelt. Europa, mit rund 9 % der Weltbevölkerung, verzeichnete 21 % der Fälle und 20 % der Todesfälle, während in vielen afrikanischen Ländern und Teilen Asiens niedrigere Inzidenzraten, aber deutlich höhere Sterblichkeitsraten zu beobachten sind.
Prävention und Risikofaktoren
Lungenkrebs bleibt weltweit die häufigste Todesursache durch Krebs. Bei Männern dominieren Lungen‑, Prostata‑ und Darmkrebs, bei Frauen Brust‑, Lungen‑ und Darmkrebs. WHO schätzt, dass fast vier von zehn Krebsfällen mit vermeidbaren Risikofaktoren wie Tabakkonsum, Alkohol, Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesender Ernährung sowie Infektionen mit HPV oder Hepatitis B/C zusammenhängen.
Fortschritte und verbleibende LĂĽcken
Der Bericht nennt Fortschritte wie den RĂĽckgang des Tabakkonsums, Impfprogramme und die steigende politische Verpflichtung: 82 % der Länder verfĂĽgen ĂĽber nationale Krebskontrollpläne, gegenĂĽber 50 % im Jahr 2010. Dennoch liegt die VerfĂĽgbarkeit der 20 prioritären Krebsmedikamente in Niedrig‑ und Unter‑MittelÂlohnländern nur zwischen 9 % und 54 %, während sie in Hochlohnländern zwischen 68 % und 94 % beträgt.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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