Ein von der NASA am 19. März 2026 aufgenommenes Bild des MODIS‑Sensors auf dem Satelliten Terra zeigt eindrucksvolle Wolkenformationen vor der Südküste Alaskas, die das Ende des astronomischen Winters markieren.
Atmosphärische Bedingungen am 19. März 2026
Laut einer Wetterbriefing‑Mitteilung der NOAA herrschte am genannten Tag ein Tiefdruckgebiet über dem Golf von Alaska, während ein Hochdruckzentrum über dem östlichen Russland und Nordalaska lag. Diese Drucklage führte dazu, dass kalte arktische Luft nach Südosten über die Halbinsel Alaska strömte.
Entstehung von WolkenstraĂźen
Die kühle, trockene Luft über dem relativ warmen Ozean nahm Wärme und Feuchtigkeit auf, wodurch sich in der Mitte des Bildes parallel verlaufende Wolkenstreifen – sogenannte Wolkenstraßen – bildeten. Dort steigt feuchte Luft auf, kondensiert und bildet Wolken, während benachbarte Luftabschnitte absinken und klar bleiben.
Entwicklung zu offenen Zellen
Während das Luftmassengemisch weiter über den Golf zog, reiften die Wolkenstraßen zu offenen Zellen heran. Diese erscheinen als dünne, faserige Wisps, die leere Taschen umgeben, weil das aufsteigende, warme Luftpaket über den Ozean weiter an Feuchtigkeit gewinnt.
Von‑Kármán‑Wirbelstraßen vor Unimak Island
Im linken unteren Bildbereich ist ein weiteres Phänomen zu erkennen: gestaffelte, gegenläufige Wirbel, die als von‑Kármán‑Wirbelstraßen bezeichnet werden. Sie entstehen, wenn starke Winde um erhöhte Objekte wie die Unimak‑Insel, den östlichsten Teil der Aleuten, geleitet werden.
Polare Tiefdruckzelle sĂĽdwestlich von Anchorage
Ein besonders markantes Merkmal ist ein etwa 300 Kilometer entfernter, großer Wolkenwirbel, den der Meteorologe Matthew Cappucci als polare Tiefdruckzelle identifizierte. Diese kleine Zyklone entwickelte tropensturmähnliche Windgeschwindigkeiten und erzeugte Schnee sowie Gewitter im Zentrum.
Ausblick auf das Wetter im April
Nach dem März blieben kalte Luftmassen und stürmisches Wetter in Alaska vorherrschend. Berichte aus dem April wiesen auf weitere unruhige und nasse Bedingungen hin, da ein atmosphärischer Fluss das Gebiet erneut mit Feuchtigkeit versorgte.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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