Sonstige: WMO meldet Juli 2026 als zweithöchste Temperatur seit Aufzeichnungen
Globale Rekordwerte im Juli
Am 11. August 2026 erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), dass der Juli 2026 weltweit der zweithöchste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen war. Nach Angaben des Copernicus Climate Change Service lag die durchschnittliche Oberflächentemperatur um 1,47 °C über dem vorindustriellen Referenzwert, während die Meeresoberflächentemperatur den bislang höchsten Wert für den Monat Juli erreichte.
Auswirkungen auf Gesundheit und Infrastruktur
WMO‑Sprecherin Clare Nullis betonte, dass zahlreiche nationale Wetterdienste, Katastrophenschutzbehörden und Gesundheitsexperten aufgrund der extremen Wetterlage ununterbrochen arbeiten und keine „Urlaubsphase“ einläuten. Neben intensiver Hitze werden auch extreme Niederschläge und tropische Wirbelstürme beobachtet, die das Risiko von Überschwemmungen und Erdrutschen erhöhen.
Regionale Extremereignisse in Europa
In Westeuropa wurde die heißeste Juni‑Juli‑Periode seit Aufzeichnungen verzeichnet, wobei Länder wie die Schweiz und Frankreich bereits ihre vierte Hitzewelle des Sommers erlebten. Anhaltende Dürre belastet Landwirtschaft, Ernte, Verkehr und Energieversorgung und senkt die Wasserstände großer Flüsse wie Seine, Rhein und Donau, was das Risiko von Waldbränden weiter erhöht.
Waldbrandaktivität und Emissionen
Die Feueraktivität in Westeuropa erreichte im vergangenen Monat ein außergewöhnliches Ausmaß. Laut Daten des Copernicus Atmosphere Monitoring Service entsprechen die Feueremissionen in Frankreich den Werten der extremen Brandjahre 2022 und 2023, während auch Spanien deutlich über dem saisonalen Durchschnitt liegt. In Nordamerika brennen weiterhin große Flächen im Westen der USA, und Kanada meldete 591 aktive Brände, davon 43 außer Kontrolle.
Weitere Hotspots weltweit
Außerhalb Europas registrierten Japan und die Republik Korea Rekordtemperaturen, ebenso wie Teile Asiens, des Nahen Ostens und Lateinamerikas. In Westafrika verursachen schwere Monsunregen Überschwemmungen, während das WMO‑Weekly‑Report „Global Hydromet Scan“ für die kommende Woche heftige Regenfälle und das Risiko von Sturzfluten in Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch, Bhutan, Myanmar und Südostasien warnt. China führte Massenevakuierungen wegen des bevorstehenden Taifuns Dolphin durch.
Ursachen und Ausblick
John Kennedy, Leiter der Klimainformation bei der WMO, erklärte, dass die aktuellen Extreme das Ergebnis einer langfristigen Erwärmung kombiniert mit anhaltenden Hoch‑ und Tiefdrucksystemen seien, die heiße, trockene Bedingungen begünstigen und kühle Luftmassen blockieren. Mit dem derzeitigen El‑Niño‑Phänomen sei ein weiterer Temperaturanstieg zu erwarten, wobei der globale Höchstwert typischerweise dem El‑Niño‑Peak im Zeitraum November bis Januar folgt. Die WMO und ihre Mitgliedsländer arbeiten daran, Vorhersagemodelle und Frühwarnsysteme zu verbessern; das Projekt „Early Warnings for All“ bleibt dabei oberste Priorität.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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