Zimbabwe: Zimbabwe stärkt regionale Immunität durch synchronisierte Polio‑Impfkampagnen
Im Zeitraum von April bis Juli 2026 hat Simbabwe drei koordinierte Impfkampagnen mit dem neuartigen oralen Polio‑Impfstoff Typ 2 (nOPV2) durchgeführt und damit fast drei Millionen Kinder in 27 Hochrisikogebieten geimpft, um die Ausbreitung von zirkulierendem, impfstoffabgeleitetem Poliovirus Typ 2 (cVDPV2) zu verhindern.
Hintergrund
Nach dem Ausbruch von cVDPV2 im Oktober 2023 gelang es Simbabwe durch vier landesweite Impfaktionen, verstärkte Überwachung und verbesserte Ausbruchsreaktionen, das Virus seit Juni 2024 nicht mehr nachzuweisen. Die anhaltenden Fälle in Nachbarländern verdeutlichen jedoch das Risiko grenzüberschreitender Virusimportation.
Regionale Zusammenarbeit
Gemeinsam mit Mosambik, Malawi, Sambia, Namibia und Botswana initiierte das Gesundheitsministerium von Simbabwe (MOHCC) eine subregionale Impfaktion, die auf Risikobewertungen basierte und insbesondere Grenzregionen sowie dicht besiedelte städtische Zentren adressierte.
Durchführung der Impfkampagnen
Unterstützt von WHO, UNICEF, Rotary International, den USA Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und weiteren GPEI‑Partnern wurden mehr als 6 000 Personen – darunter Gesundheitsarbeiter, Dorfgesundheitshelfer, Freiwillige und Manager – mobilisiert. Die Kampagnen fanden vom 20.–23. April, 2.–5. Juni und 7.–10. Juli 2026 statt und verabreichten insgesamt 936 618, 997 941 bzw. 1 025 806 Impfungen, was fast drei Millionen Dosen nOPV2 entspricht.
Ergebnisse und Überwachung
Unabhängige Kontrollen und Lot‑Quality‑Assurance‑Umfragen bestätigten eine hohe Impfquote bei den berechtigten Kindern in allen drei Runden. Qualitätsverbesserungspläne wurden entwickelt, um die Leistung in schwer zugänglichen Gemeinden weiter zu steigern.
Erweiterte Maßnahmen
Zusätzlich zur Impfung wurden die akute Lähmungssyndrom‑ und Umweltüberwachung ausgebaut, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt und die Routine‑Impfprogramme unterstützt. Regelmäßige Koordinationssitzungen auf nationaler und subregionaler Ebene ermöglichten schnelle Problemlösungen.
Aussagen von Verantwortlichen
„Der Erfolg jeder Impfkampagne beruht auf Teamarbeit. Jede Gesundheitskraft trägt dazu bei, dass Kinder geschützt werden“, erklärte Sr. Chipangura, Leiter der Pflege am Tariro‑Klinik in Harare. Dr. Tiruneh Desta, WHO‑Vertreter für Simbabwe, betonte: „Die synchronisierte Impfaktion zeigt die Kraft regionaler Solidarität und trägt entscheidend zur Vision eines polio‑freien Südafrikas bei.“
Ausblick
Die Behörden planen, die Vorbereitung, Überwachung, Routine‑Impfung und das Gemeinschaftsengagement weiter zu intensivieren, während sie die Rückverfolgbarkeit aller Impfstoffdosen und die Entsorgung von Abfällen sicherstellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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