Monatliche Opferzahlen
Im Juli 2026 verzeichnete die UN‑Menschenrechtsmonitoringmission in der Ukraine (HRMMU) 437 getötete Zivilisten und 2.610 verletzte Zivilisten, was den höchsten monatlichen Wert seit März 2022 darstellt. Die Zahlen bedeuten einen Anstieg von 30 % gegenüber Juni und von 70 % gegenüber Juli 2025.
Entwicklung im Jahresverlauf
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 wurden insgesamt 12.477 zivile Opfer verzeichnet, davon 1.830 Tote und 10.638 Verletzte. Das entspricht einem Anstieg von 44 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 und mehr als dem Doppelten im Vergleich zu 2024.
Stärkste Angriffe in Kiew
Die Hauptstadt Kiew war besonders stark betroffen: Mindestens 54 Zivilisten wurden getötet und 202 verletzt, nachdem russische Streitkräfte die Nutzung von ballistischen und Marschflugkörpern stark erhöhten. Am 2. Juli war ein einzelner Angriff mit 74 Raketen und fast 500 Langstrecken‑Drohnen für 30 Tote und 104 Verletzte verantwortlich.
Waffenarten und ihre Wirkung
Langstreckenwaffen, insbesondere Raketen und Drohnen, verursachten 38 % der zivilen Opfer (183 Tote, 967 Verletzte). Luftangriffe (105 Tote, 753 Verletzte) stiegen um 143 % gegenüber Juni, während Gleitbomben den zweitgrößten Anteil ausmachten. Kurzstrecken‑Drohnen nahe der Frontlinie verursachten 27 % der Opfer (111 Tote, 710 Verletzte).
Reaktionen der UN‑Mission
Leiter der HRMMU, Danielle Bell, erklärte, dass die Zivilbevölkerung durch die verstärkte Nutzung von Raketen, Drohnen und Gleitbomben in städtischen Gebieten einem wachsenden Risiko ausgesetzt sei. Er betonte, dass sowohl großangelegte Angriffe als auch häufige kleinere Angriffe zur hohen Zahl der Opfer beitragen.
Situation in Russland
Die HRMMU berichtete zudem über einen Anstieg ziviler Opfer in Russland, wo im Juli 79 Zivilisten getötet und 601 verletzt wurden. Diese Zahlen konnten jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.
Langzeitbilanz des Konflikts
Seit Beginn des Konflikts am 24. Februar 2022 hat die UN mindestens 16.874 Zivilisten getötet (davon 820 Kinder) und 51.173 verletzt (davon 3.126 Kinder) bestätigt.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation. [Lizenzangabe]: ‚Public Data / Terms of Use (Attribution Required)‘
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