Die Vereinten Nationen haben am Welthumanitätstag darauf hingewiesen, dass im vergangenen Jahr 907 humanitäre Helfer Opfer von Gewalt wurden, während die Bedrohung durch bewaffnete Drohnen weiter zunimmt.
Gewaltstatistiken und aktuelle Entwicklungen
Im Jahr 2025 fielen 350 humanitäre Angestellte bei Angriffen ums Leben – das zweithöchste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen. Weitere 322 Helfer wurden verletzt und 235 entführt, wie die von OCHA veröffentlichte Humanitarian Outcomes‑Datenbank zeigt. Bisher verzeichnet das laufende Jahr 2026 bereits 82 Tote, 97 Verletzte und 39 Entführungen.
Regionale Hotspots
Gaza bleibt mit 186 getöteten Helfern das gefährlichste Einsatzgebiet, wobei 68 % der Todesfälle durch Luftangriffe verursacht wurden. In Sudan stieg die Zahl der getöteten Helfer auf 71, vorwiegend durch Kleinwaffen. Weitere Länder mit hoher Insekurität im Jahr 2025 waren die Ukraine, Äthiopien, Syrien, Haiti, Tschad und Kamerun, wo Entführungen und Luftangriffe dominierten.
Drohnen als neue Gefahr
Bewaffnete Drohnen waren in den ersten vier Monaten 2026 für 80 % der zivilen Todesfälle in Sudan verantwortlich und trafen neben Märkten auch Gesundheitseinrichtungen. In der Ukraine wurden im April 2026 allein 80 Zivilisten durch Drohnen getötet. Die WHO meldete bereits 639 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im laufenden Jahr.
Stimmen aus der UN
Tom Fletcher, UN‑Humanitarian‑Affairs‑ und Emergency‑Relief‑Coordinator, betonte: „Mehr als 1 000 humanitäre Helfer wurden in nur drei Jahren getötet – das ist völlig inakzeptabel. Staaten müssen das humanitäre Völkerrecht einhalten und konsequente Konsequenzen für Verstöße sicherstellen.“
Aufruf zum Handeln
UN‑Generalsekretär António Guterres forderte die Mitgliedstaaten auf, die Sicherheit von Helfern zu stärken, da Desinformation das Vertrauen untergrabe, Finanzmittel gekürzt und der Zugang zu betroffenen Gebieten eingeschränkt werde.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von United Nations, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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