Erdbeben und unmittelbare Folgen
Am Mittwoch lösten zwei Erdbeben in Venezuela verheerende Schäden aus. Das erste Beben erreichte laut US Geological Survey eine Stärke von 7,2, das zweite kurz darauf 7,5 auf der Richterskala. Beide Epizentren lagen im Norden, das erste nahe der Stadt San Felipe, die rund 220 000 Einwohner hat.
Opferzahlen und betroffene Regionen
Mindestens 164 Menschen wurden bislang als tot gemeldet, weitere 971 Personen gelten als verletzt. Die am stärksten betroffene Region ist der Bundesstaat La Guaira, in dem zahlreiche Gebäude eingestürzt sind und Menschen möglicherweise noch eingeschlossen sind.
UN‑Koordination und Sofortmaßnahmen
Das UN‑Hilfswerk OCHA hat umgehend städtische Such‑ und Rettungsteams aus dem International Search and Rescue Advisory Group entsandt. Laut OCHA‑Koordinator Gianluca Rampolla arbeite das Team eng mit den lokalen Behörden, um Prioritäten zu bestimmen und Rettungsaktionen zu koordinieren.
Erklärungen von UN‑Vertretern
„Ich stehe in ständigem Kontakt mit unserem Team in Caracas, um eine schnelle und wirksame Reaktion sicherzustellen“, sagte Tom Fletcher, UN‑Notfallchef. „Er hat heute Morgen mit dem Interimspräsidenten gesprochen, und wir prüfen dringend, was benötigt wird.“
Beiträge weiterer UN‑Agenturen
Der Welternährungsprogramm‑Leiter Carl Skau erklärte, das WFP sei bereit, sofortige Hilfe zu leisten und die betroffenen Gemeinden zu versorgen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) unter Leitung von Amy Pope mobilisiere Partner, um den Bedarf zu bewerten und Unterstützung zu bieten. UNOPS‑Direktor Jorge Moreira da Silva betonte die Bereitschaft, schnelle Reaktionsmaßnahmen zu unterstützen. UNHCR‑Hochkommissar Barham Salih äußerte tiefe Betroffenheit und bestätigte, dass die Flüchtlingsagentur bereit sei, gemeinsam mit den Behörden zu helfen.
Ausblick und weitere Schritte
Die UN ruft die internationale Gemeinschaft zu einer koordinierten Hilfeaktion auf, um Such‑ und Rettungsarbeiten zu verstärken und die humanitäre Versorgung sicherzustellen. Weitere Einsätze von Fachkräften und Material werden laut UN‑Plan in den kommenden Tagen erwartet.
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