Zwei jährliche Brutzeiten von Onychodactylus koreanus nach eDNA‑ und Populationsdaten
Eine aktuelle Studie hat die Fortpflanzungszyklen des unterirdisch lebenden Salamanders Onychodactylus koreanus untersucht und dabei zwei getrennte Brutzeiten pro Jahr identifiziert. Die Untersuchung erstreckte sich von April 2024 bis Juni 2025 und kombinierte Feldbeobachtungen von Larvenaufkommen, Erwachsenenausbruch und Umwelt‑DNA (eDNA)‑Nachweisen an mehreren Höhlenbrutplätzen.
Methodik
Forscher führten alle zwei Wochen Probenahmen an definierten Höhlenstandorten durch. Dabei wurden Larvenzahlen, das Auftreten erwachsener Tiere und Wasserproben für eDNA‑Analysen dokumentiert. Die Probenahmen wurden über einen Zeitraum von 14 Monaten wiederholt, um saisonale Schwankungen zu erfassen.
Larvenaufkommen
Die Analyse zeigte, dass ein signifikanter Zustrom einjähriger Larven im Juni und erneut im November stattfand. Diese beiden Zeitpunkte markieren die Hauptphasen, in denen Jungtiere aus den Eiern schlüpfen und in die Unterwasserumgebung eintreten.
Erwachsenenausbruch
Erwachsene Individuen wurden überwiegend im Zeitraum Mai‑Juni sowie November‑Dezember beobachtet. In den Monaten Juli‑September sowie im Februar fehlten erwachsene Sichtungen vollständig, was auf eine saisonale Inaktivität hinweist.
eDNA‑Nachweise
Die eDNA‑Detektion entsprach weitgehend den Zeiträumen der Erwachsenenausbrüche und zeigte starke Signale im April‑Juni sowie im November‑Dezember 2024. Im Gegensatz dazu spiegelte die eDNA‑Messung das Larvenaufkommen weniger genau wider.
Beobachtete Eiablagen
Forscher dokumentierten drei Eiablagen am 23. Dezember 2024. Zusätzlich wurde am 28. Juli 2025 an demselben Ort ein Ei‑Clutch von 110 Eiern gezählt, was die Fortsetzung der Fortpflanzungsaktivität im späten Jahresverlauf bestätigt.
Schlussfolgerungen und Bedeutung für den Naturschutz
Die kombinierten Ergebnisse deuten darauf hin, dass O. koreanus zweimal jährlich brütet – von April bis Juni und von November bis Dezember. Die Studie unterstreicht, dass eDNA‑Analysen in Verbindung mit traditionellen Populationsumfragen ein effektives Werkzeug zur Bestimmung von Brutzeiten bei schwer zugänglichen, unterirdisch lebenden Amphibien darstellen können. Diese Erkenntnisse können zukünftige Schutzmaßnahmen gezielt auf die identifizierten Brutperioden ausrichten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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